"Dig and treat“ - erste Ergebnisse einer neuen "Sanierungstechnologie" am Beispiel der ehem. Hausmülldeponie Tiefenbach bei Oberstdorf

Der Oberstdorfer Ortsteil Tiefenbach betrieb zwischen 1950 und 1975 südlich von Tiefenbach- Weidach eine Hausmülldeponie, wobei ein Altarm des Wildbaches Breitach mit Hausmüll und Gewerbeabfällen (Klinik, Gastronomie) verfüllt und einer Rekultivierungsschicht überdeckt wurde.

Die ehemalige Deponie befindet sich im Überschwemmungsgebiet der Breitach und ist im Hochwasserfall stark erosionsgefährdet. Sie stellt daher eine potentielle Gefahr für das Oberflächengewässer dar. Aufgrund dieser Gefahr sowie wasserwirtschaftlichen Gesichtspunkten (Hochwasserschutz, Vergrößerung des Abflussquerschnitts) entschied sich die Gemeinde Oberstdorf für die nachhaltige Sanierung der Deponie durch Auskofferung und Behandlung des Aushubmaterials („dig-and-treat“). Die Leistungen wurden beschränkt öffentlich ausgeschrieben und an den günstigsten Bieter vergeben.
 
Abstract: A former municipal landfill near Oberstdorf-Tiefenbach was completely excavated in order to eliminate the potential risk of contamination of the river of Breitach. The excavated material was separated in order to obtain information about the waste composition as well as to reduce disposal costs. The total mass of the landfill was about 9.300 t and consists of
about 80 % mineral constituents, 16 % water and 4 % domestic waste.
 
Keywords: Municipal waste deposit, excavation, waste treatment, “dig-and-treat”, composition of waste

Schlagworte: Hausmülldeponie, Rückbau, Abfallbehandlung, Schadstoffinventar



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 5. Bodenschutztage Marktredwitz 2008 (Oktober 2008)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Jörg Danzer
Markus Keilhauer

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