Transport, Mobilisierungsverhalten und Bewertung von PFC in Böden

Ziel der Arbeit war es das Transport- und Mobilisierungsverhalten von PFC in ungestörten und gestörten Böden mittels Kleinlysimetern zu untersuchen. Im Sickerwasser der gestörten Kleinlysimeter wurden (mit Ausnahme der PFHxS am Standort A) keine erhöhten PFC-Konzentrationen im Sickerwasser nachgewiesen. Möglicherweise werden durch die Störung des Bodengefüges neue Bindungsplätze geschaffen, die eine PFC-Austragung verringern.

In den letzten Jahren erregen per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) als neue Problemstoffe viel Aufmerksamkeit, da sie lange in der Umwelt verbleiben, weltweit nachgewiesen werden können und toxisch sind (Houde et al., 2011, Lauet al., 2007).
Bodenverunreinigungen mit PFC können in Bayern bislang überwiegend auf den Einsatz fluorhaltiger Feuerlöschschäume zurückgeführt werden. Als Hauptkontaminante tritt hier vor allem die Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) auf, die mittlerweile aufgrund ihrer persistenten, bioakkumulativen und toxischen Eigenschaften EU-weit mit einigen wenigen Einschränkungen verboten ist. Als Ersatzstoffe kommen aufgrund ihrer geringeren Bioakkumulation und Toxizität meist kürzerkettige per- und polyfluorierte Verbindungen zum Einsatz (Conder et al., 2008; Buck et al., 2011). Einmal in die Umwelt eingetragen unterliegen perfluorierte Verbindungen keinem natürlichen Abbau (Buck et al., 2011). Polyfluorierte Substanzen können dagegen unter Umweltbedingungen zu perfluorierten Verbindungen abgebaut werden (Houde et al., 2006; Washington et al., 2009; Buck et al., 2011).



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Hanna Ulrich
Dr. Michael Gierig
Gundula Hübner

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