Besonderheiten bei Bewertungen im Pfad Boden-Mensch bei Rüstungsaltlasten

Bei Untersuchungen von Flächen mit Verdacht auf Kontaminationen durch chemische Kampfstoffe und explosivstofftypische Verbindungen gewährleistet die strikte Umsetzung der Vorgaben aus der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung in Einzelfällen keine sichere Gefahrbeurteilung. Erforderlich sind dann gegebenenfalls einzelfallbezogene Anpassungen der Erkundungstiefen und der chemischen Untersuchungen.

Die Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen ist in Deutschland mit der Bodenschutzgesetzgebung (BBodSchG und BBodSchV) geregelt. Vorrangige Ziele sind:
- die Überprüfung des Gefahrenverdachts hinsichtlich der Schutzgüter Mensch, Pflanze und Grundwasser,
- das Ausräumen bzw. Bestätigen des Verdachts
- die Überprüfung der Notwendigkeit von Maßnahmen
- und ggf. die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.
Um Menschen vor Gefahren aus Altlasten oder schädlichen Bodenveränderungen zu schützen, sind in der Bodenschutzgesetzgebung und in den begleitenden Regelwerken von Bund und Ländern Untersuchungsverfahren und Bewertungsmaßstäbe festgelegt, denen definierte Kontaminationsszenarien, Untersuchungsmethoden und wirkungspfadbezogene Modelle hinterlegt sind. Jede Altlastenerkundung muss mit der Frage beginnen, inwieweit diese Grundlagen zutreffen und vor allem welche Untersuchungsstrategie zur zweifelsfreien Bestätigung oder Ausräumung des Gefahrenverdachts führt.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Geol. (Univ.) Carlo Schillinger

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