Bodenfunktionsbewertung – ein Instrument des quantitativen Bodenschutzes

Der Boden ist in der Planung ein bisher häufig zu wenig berücksichtigtes Schutzgut. Eine (flächendeckende) Bewertung und Darstellung der vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt ist Grundlage für ein besseres Verständnis für diese endliche „Ressource“. Mit diesen Daten können Planungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Boden besser beurteilt und Maßnahmen und Entscheidungen zum Flächensparen angeregt werden.

Der Boden ist ein in der Planung – wie z. B. in der örtlichen Raumplanung (u. a. „Räumliches Entwicklungskonzept" und „Flächenwidmung") sowie in der überörtlichen Planung (Landesentwicklungsprogramme und Sachprogramme) – oftmals wenig beachtetes und präsentes Schutzgut.
Wenngleich statistische Auswertungen zum Flächenverbrauch aufgrund der Datenlage schwierig sind, so sind doch die vom Umweltbundesamt publizierten Zahlen zum „Bodenverbrauch" alarmierend1. Diesen Angaben zufolge werden in Österreich täglich rund 22 ha der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung durch vielzählige andere Nutzungsansprüche entzogen. Der Verlust durch die reine Bau- und Verkehrstätigkeit beträgt dabei täglich rund sieben Hektar.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Georg Juritsch

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