Mechanische Partikelfiltration als Ursache der Brunnenalterung (Teil 2)

Partikelführung
Der Leistungsrückgang von Brunnen ist ein häufig vorkommendes Problem bei der Gewinnung von Grundwasser (Houben & Treskatis 2003). Bei Untersuchungen in den Niederlanden wurde die mechanische Partikelfiltration als eine wichtige Ursache dafür erkannt (vgl. Teil I, bbr 7-8/2006). Die Messung der Partikelkonzentration mit Partikelzahlern ist gut geeignet, um das Alterungspotenzial solcher Brunnen einzugrenzen. Neben der Konzentration der Partikel spielen auch bauliche und betriebliche Randbedingungen eine wichtige Rolle.

Zusammenfassung:
In dem vorliegenden Artikel wurde die Anwesenheit von suspendierten Partikeln im geförderten Grundwasser von anaeroben Grundwasserleitern der Niederlande und ihre Rolle bei der Brunnenalterung untersucht. Die Konzentration der Partikel kann vorteilhaft mit Partikelzählern direkt am Brunnen gemessen werden. Die Partikelkonzentration ist ein nützlicher Indikator, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer „mechanischen Brunnenverstopfung” zu bestimmen. Hohe Partikelzahlen erhöhen die Wahrscheinlichkeit der Brunnenalterung. Verstärkt werden kann die Akkumulation der Partikel besonders bei Anwesenheit von Bohrspülungsresten an der Bohrlochwand und durch hohe Förderraten, die eine starke Partikelmobilisierung verursachen können. Die Optimierung von Brunnenbau bzw. -entwicklung und Brunnenbetrieb hinsichtlich der Mobilisierung und der Akkumulierung der Partikel birgt also ein hohes Potenzial die „mechanische Brunnenalterung” zukünftig in den Griff zu bekommen (van Beek et al. 2004).



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 09 - 2006 (September 2006)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Kees van Beek
Bert-Rik de Zwart

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