Pipelineanbindung des Erdölfeldes Mittelplate

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer erfolgte die erfolgreiche Pipeline-Anbindung der Bohrinsel Mittelplate an das Festland in Friedrichskoog. Beschrieben werden die in sechs Abschnitten erfolgten Horizontalbohrungen zum Einzug der vorgefertigten Pipelinesektionen in einem okologisch sensiblen Umfeld.

Seit 1987 betreibt das Mittelplate Konsortium – bestehend aus RWE Dea AG als Betriebsführer und Wintershall AG mit jeweils 50 Prozent Anteil – die Ölgewinnung aus dem größten deutschen Erdölfeld unter erfolgreicher Anwendung modernster Bohrund Fördertechnologien. Spätestens nachdem die Landstation Dieksand im Jahr 2000 in Betrieb genommen wurde und erstes Öl aus den teilweise über neun Kilometer langen, von Land aus in die östlichen Lagerstättenbereiche weit abgelenkten Bohrungen produziert wurde, drängte sich die Frage auf, warum die Bohr- und Förderinsel nicht auch durch eine Pipeline mit der Landstation in Dieksand verbunden werden kann. Mitte 2001 wurde ein internes Projektteam damit beauftragt, in einer Konzeptstudie die Möglichkeiten einer Fördersteigerung der Inselproduktion durch Anbindung der Bohr- und Förderinsel Mittelplate an die Landstation Dieksand zu untersuchen. Es wurden mehrere Anbindungskonzepte untersucht und hinsichtlich ihrer technischen Machbarkeit, Ausführungsrisiken, Akzeptanz und Kosten bewertet.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 04 - 2006 (April 2006)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dipl.-Ing. Heiko Oppermann

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