Monitored Natural Attenuation - Konzepte im Rahmen der systematischen Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg

Natürliche Abbau- und Rückhalteprozesse (Natural Attenuation, NA) können die Ausbreitung von Schadstoffen in Grundwasserleitern verlangsamen oder zum Stillstand bringen. Aufmerksam auf diesem Phänomen wurde man durch Beobachtungen, dass bei einer erheblichen Anzahl von Altlasten im Grundwasser Schadstofffahnen von geringerem Ausmaß als erwartet beobachtet werden. Vielfach gibt es in diesem Zusammenhang auch Hinweise, dass die Schadstoffausbreitung im Grundwasserleiter zum Stillstand gekommen ist, d. h., dass sich eine stationäre Schadstofffahne ausgebildet hat.

Es liegt in diesen Fällen ein begrenzter Grundwasserschaden vor, der sich nicht weiter vergrößert. Die Form der Grundwasserkontamination beeinflusst dieses Verhalten sehr wesentlich: So konnte im Rahmen von statistischen Auswertungen nachgewiesen werden, dass bei Mineralölkohlenwasserstoffe die Fahnenlänge selten 200 m übersteigt, während bei LCKW in der Regel deutlich längere Schadstofffahnen beobachtet werden, die zum Teil eine Länge von 10 km und mehr mit der Tendenz der weiteren Ausdehnung erreichen können. Bei der Beurteilung der Sanierungsnotwendigkeit von Altlasten fanden diese Sachverhalte bisher keine Berücksichtigung. Entscheidend für die Sanierungsnotwendigkeit einer Altlast sind bisher Schadstoffkonzentrationen und Schadstofffrachten im direkten Abstrom einer Altlast.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 5. Karlsruher Altlastenseminar - 2004 (Juni 2004)
Seiten: 10
Preis: € 5,00
Autor: Dr.-Ing Wolfgang Kohler

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