Auswirkungen der geplanten ErsatzbaustoffV und der Änderung der BBodschV auf Deponiebetreiber

Heute stellt sich die Verwertung mineralischer Abfälle in Deutschland inhomogen dar, weil jeweils länderspezifische Regelungen – oftmals im Erlassweg – getroffen worden sind. Dies führt nicht selten dazu, dass mineralische Abfälle vorzugsweise dort Einsatz finden, wo an die Voraussetzungen für eine Verwertung gerade die geringsten Ansprüche gestellt werden.


Diese Situation ist sowohl vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wie auch den einzelnen Bundesländern erkannt und analysiert worden und hat zu dem Bestreben einer bundeseinheitlichen Regelung geführt. Von daher ist der Ansatz, eine Ersatzbaustoffverordnung zu entwickeln vom Grundsatz her zu begrüßen.

Die vorgesehenen Änderungen der Grundwasserverordnung sowie der Bundes-Bodenschutzverordnung sind zwar zunächst flankierende Begleitmaßnahmen, in ihren Auswirkungen aber beträchtlich und verändern Stoffströme nachhaltig.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geht eigenen Angaben zufolge von einem jährlichen Aufkommen an mineralischen Abfällen und Reststoffen von etwa 200 Mio. t aus.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Hartmut Haeming

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