Erfahrungen bei der Erkundung von Gebäudeschadstoffen – Unterschiede, Risiken, Technik

In vielen Gebäuden wurden in der Vergangenheit schadstoffhaltige Materialien verbaut. Ich spreche hier nicht von nutzungsbedingten Schadstoffen, wie Kontaminationen durch chemische Reinigungen, petrochemische Industrie oder dergleichen, sondern von den Schadstoffen, die in vielen Gebäuden in der Vergangenheit ganz normal als Baustoffe eingesetzt wurden und heute beim Abbruch resp. der späteren Wiederverwertung des Abbruchmaterials Probleme verursachen.

Vor dem Kauf eines Grundstückes möchte der Käufer gerne wissen, welche Schadstoffe sich in den darauf stehenden Gebäuden befinden und mit welchen Kosten für den Ausbau und die Entsorgung er rechnen muss. Hierzu bedient er sich oft eines Gutachters, der die entsprechenden Daten erkunden und bewerten soll. Bei diesen Gutachten ergeben sich jedoch einige Probleme, die nicht richtig lösbar sind:
Ein Gutachten kann nie komplett sein!! Um jeden möglichen Schadstoff zu finden müsste der Gutachter bereits das gesamte Gebäude auseinander nehmen, da viele Schadstoffe nicht offensichtlich an der Oberfläche sind, sondern oft versteckt in Decken und Wänden verbaut sind. Hierfür besteht weder die Zeit, noch das Budget. Ein fähiger Gutachter sollte die wichtigsten Schadstoffe finden, jedoch kann er nicht jede Quelle entdecken, da diese oft durch Umbauten oder Umnutzungen nicht mehr erkennbar sind.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 8. Karlsruher Altlastenseminar - 2007 (August 2007)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Reto Nydegger

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Recycling von Wärmedämmverbundsystemen
© Rhombos Verlag (12/2019)
Die mechanische Aufbereitung von komplexen Kompositmaterialien ermöglicht die sortenreine Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen

Nachhaltige Verwertungsstrategie für Porenbeton-Bruch
© Rhombos Verlag (6/2019)
Ein neuer Verwertungsweg ermöglicht groben Porenbeton-Granulaten einen weiteren Lebenszyklus als hochwertiger Baustoff

Zirkuläre Städte – Vermeidung und Recycling von Bauteilen und Baurestmassen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Städte und urbane Zentren sind die Vorreiter im Übergang zu einer regenerativen, ressourcen- und materialeffizienten Gesellschaft. Sie stellen bereits heute Rohstofflager der Zukunft dar und können einen relevanten Anteil ihres Bedarfs an mineralischen Ressourcen aus diesen Lagern decken. Entsprechend werden in der EU bereits heute 88 % der Baurestmassen und Bauabfälle verwertet. Oftmals allerdings nur in einer niederwertigen Form, zum Beispiel als Füllmaterial. Ein signifikant höherer Umweltnutzen kann durch die Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien oder ein hochwertiges Recycling erschlossen werden. Dieses Ziel verfolgt das gerade begonnene Projekt CIRCuIT, in welchem die Städte Kopenhagen, Hamburg, London und Helsinki den Wiedereinsatz von Bauteilen in verschiedenen Bauvorhaben demonstrieren und das hochwertigen Recycling um 20 % in ihrem Einflussbereich steigern wollen.

Ein Blick zurück nach vorn
© Rhombos Verlag (3/2019)
Die Ersatzbaustoffverordnung weist konzeptionelle Defizite auf und verstößt gegen das Vorsorgeprinzip

Blick aufs Ganze
© Rhombos Verlag (3/2019)
Die Bewertung der Ressourceneffizienz einer Baukonstruktion wird durch ihren gesamten Lebenszyklus beeinflusst

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...