Rohrsysteme mit strukturierter Innenoberfläche zur Verbesserung der Transporteigenschaften

Ausgehend von bahnbrechenden Erkenntnissen der Bionik – hier auf dem Gebiet sich selbstreinigender Oberflächen – konnten im Rahmen einer mehrjährigen Entwicklung makroskopische Strukturen für Rohrinnenflächen geschaffen werden. Selbst bei niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten und bei geringem Gefälle beschleunigen diese
durch Erzeugung von künstlichen Wirbeln in der wandnahen Zone den Abtrag von Feststoffen und verringern somit eine erneute Sedimentation.

Eine in Abwasserkanalisationen häufig auftretende und im ATV-Merkblatt 143, Teil 1 [1] aufgeführte Hauptschadensgruppe stellen Abflusshindernisse dar. Typische und in der Praxis vorkommende Abflusshindernisse sind verfestigte Ablagerungen, Inkrustationen,
einragende Abflusshindernisse oder Wurzeleinwuchs. Speziell für die Entstehung von Ablagerungen in der Kanalisation können vielfältige, sich teilweise gegenseitig beeinflussende Ursachen genannt werden. Im Allgemeinen führt eine Unterschreitung
einer kritischen Transportgeschwindigkeit in der Kanalisation zur Ablagerung von Inhaltsstoffen des abgeleiteten Abwassers. Die turbulente Bewegung der Strömung reicht dann nicht mehr aus, die transportierten Teilchen in Schwebe zu halten, sodass es zum Absetzen dieser Teilchen kommt. Zunächst bilden sich einzelne, später regelmäßige herzförmige Ablagerungen. Oberseitig dieser Ballen kommt es zu einem Abtrag und unterseitig zu einer Ablagerung von Teilchen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 09 - 2005 (September 2005)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dr.-Ing. Wolfgang Berger
Dipl.-Phys. Jörg Labahn

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