Aktuelle Ausführungsmaßnahmen zum Abschluss der Deponie Sindelfingen

Die Verfüllung der Deponie Dachsklinge in Sindelfingen begann im Jahr 1959 durch die Stadt Sindelfingen. Bei dem ersten Auffüllabschnitt handelt es sich um eine Erdauffüllung im Taltiefsten. Im Jahr 1974 ging die Deponie dann auf den Landkreis Böblingen über. Später erfolgte die weitere Verfüllung in mehreren Ausbauabschnitten
mit Siedlungsabfällen.

Wie damals üblich, erfolgte die Verfüllung zu Beginn ohne Basisabdichtung. Erst ab ca. 1980 wurden die Ausbauabschnitte im östlichen Bereich der Deponie mit einer mineralischen Basisabdichtung ausgestattet. Die Verfüllung der Deponie wurde im Jahr 1997 beendet.

Die einzelnen Ausbauabschnitte wurden an der Oberfläche mit einer einfachen Erdabdeckung unterschiedlicher Qualität und Mächtigkeit versehen. Ausschließlich im westlichen Deponiebereich wurden mit der fortschreitenden Deponieverfüllung in den Jahren 1994 bis 1997 auf einer Fläche von 3 ha mineralische Randdämme mit definierter und kontrollierter Qualität eingebaut, die die Anforderungen an eine mineralische Oberflächenabdichtung erfüllen. Nach Abschluss der Verfüllung wurden hier zum Schutz der Randdämme eine Entwässerungssschicht und eine Rekultivierungsschicht aufgebracht.

Im Kuppenbereich der Deponie wurde dann in den Jahren 1998 bis 2000 auf einer Fläche von 5 ha eine temporäre Oberflächenabdichtung aufgebracht. Diese temporäre Dichtung bestand aus einer PE-HD-Kunststoffdichtungsbahn mit einer Stärke von 0,75 mm. In den Steilbereichen wurde die Dichtungsbahn mit einer Windsicherung aus Maschendraht, beschwert mit Altreifen, verlegt. Im flacheren Kuppenbereich erfolgte die Windsicherung durch Abdecken mit einem Geotextil als Schutz- und Entwässerungsschicht und ca. 50 cm Boden.




Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Deponieforum 2016 (März 2016)
Seiten: 16
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Michael Koser

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