Umgang mit der GWDB+D

Deponien der Klassen I und II gehören zu den Bauwerken, die häufig über mehrere Generationen betrieben und/oder betreut werden. Um mögliche Emissionen über die Pfade Boden, Wasser und Luft zu verhindern, oder zumindest weitestgehend zu verringern, müssen sie mit einer umfangreichen Infrastruktur ausgestattet werden. Neben Überwachungseinrichtungen werden vor, während und nach der aktiven Betriebszeit z.B. Entwässerungs- und gegebenenfalls Entgasungseinrichtungen gebaut und unterhalten.

Der ständige Wandel dieser komplexen technischen Begebenheiten vor Ort, der Datenarten und Datenhaltungssysteme erfordert die Verfügbarkeit einer flexiblen Lösung, die sich längerfristig an die Rahmenbedingungen anpassen kann, aber auch eine Kontinuität der Datenkonsistenz und Datensicherheit gewährleistet. Die vorhandenen Archive bieten zwar noch Zugriff auf die Genehmigungsunterlagen, jedoch gingen technische Details wie die Hintergründe der Ausführung mit dem Ausscheiden zahlreicher Experten aus dem Dienst verloren. Diese Planunterlagen und Vermerke sind heute noch wichtig und bilden mit Messstellendaten und Messwerten eine unverzichtbare Dokumentation für den Deponiebetrieb.

Die Digitalisierung ist wie überall auch bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern angekommen. Die Bewahrung der Altunterlagen und die Datenverarbeitung neuer Dokumente und Messdaten kann nur mit einer flexiblen Datenbanklösung gewährleistet werden.

Auf Basis der von den Unteren Verwaltungsbehörden, Regierungspräsidien und die Landesanstalt für Umwelt in Baden Württemberg verwendeten Grundwasserdatenbank (GWDB) wurde 2009 eine Erweiterung geschaffen, welche die oben genannten Bedürfnisse der Deponiebetreiber erfüllt.

Die genaue Beschreibung würde den Rahmen sprengen. Es entstand eine Projektgruppe aus Deponiebetreibern, LUBW, Rechenzentrum, Fraunhofer IO S B und der Datenzentrale Baden-Württemberg, welche die Vorgaben konsequent umsetzte. Das Produkt steht als GWDB+D, also Grundwasserdatenbank + Deponie, allen Deponiebetreibern in einem Kooperationsverbund zur Verfügung.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Deponieforum 2018 (März 2018)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dietrich Krieger
Dieter Schuhmann

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Mechanische Abfallbehandlungsanlage der Zukunft
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2021)
Um die Digitalisierung in den Abfallbehandlungsanlagen vorantreiben zu können, muss zunächst ein tieferes Verständnis über das Verhalten von Abfallbehandlungsmaschinen als auch über das zu verarbeitende Material erlangt werden. Die Kenntnis wie sich Maschinen und Stoffströme gegenseitig beeinflussen, ist eine notwendige Voraussetzung zur sensorischen Überwachung dieser, und in weiterer Folge zur dynamischen Steuerung dieser Abfallbehandlungsanlagen.

Elektronisches Datenmanagement in der Umwelt und Abfallwirtschaft – Fluch oder Segen?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Das Elektronische Datenmanagement in der Umwelt und Abfallwirtschaft (kurz EDM) ist ein zentrales Instrument in der österreichischen Abfallwirtschaft, um rechtliche Verpflichtungen seitens der Unternehmen und zuständigen Behörden erfüllen zu können.

Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

Bit für Bit Ressourcen schonen
© Rhombos Verlag (7/2013)
Durch den zielgerichteten Einsatz der Informationstechnik (IT) kann die Entsorgungswirtschaft Ihre Bemühungen zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Verhalten erheblich verbessern. Telematik, Tourenplanung, verursachungsgerechte Gebührensysteme, Füllstandsmessung, papierlose Bearbeitung durch Online- Transaktionen und Einsatz mobiler Systeme zählen zu den Möglichkeiten der IT-Unterstützung, die neben wirtschaftlichen Vorteilen auch ressourcenschonende, nachhaltige Auswirkungen auf die Leistungserbringung haben. Das Zusammenspiel der Systeme setzt eine mit entsprechenden Zielen versehene IT-Strategie und eine Anpassung der Prozesse ebenso voraus wie einen modernen, zukunftsgerichteten Personal- beziehungsweise Betriebsrat.

Chic und automatisch: Griechenland geht neue Wege bei der Abfallsammlung
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2011)
In Griechenland sind testweise 40 Abfallsammelbehälter im Einsatz, die nicht nur extravagant aussehen, sondern auch ein interessantes Innenleben haben – mit Müllkompressor, Reinigungsanlage und Desinfektionseinrichtung. Und jede Menge Elektronik.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...