Kritische Rohstoffe aus Sicht deutscher Unternehmen

Eine vom IZT Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinsam mit adelphi im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau erstellte Studie mit dem Titel „Kritische Rohstoffe für Deutschland“ untersuchte erstmalig umfassend die Risiken der Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen (Metalle, Industriemineralien, Steine und Erden) unter Berücksichtigung der weltweit steigenden Nachfrage durch Zukunftstechnologien.

Die Lage auf den Rohstoffmärkten war in den zurückliegenden Jahren turbulent. Die Preisentwicklung zahlreicher mineralischer Rohstoffe verlief hochgradig volatil. Im mehrjährigen Mittel verteuerten sich hochwertige und bislang preiswerte Rohstoffe teilweise dramatisch. Der Bedarf steigt zukünftig aber mit hoher Sicherheit weiter steil an. Bis zum Jahr 2050 könnte sich nach Schätzungen der Vereinten Nationen der weltweite Rohstoffbedarf auf 140 Milliarden Tonnen verdreifachen. Ursachen dafür sind das weltweite Bevölkerungswachstum, das Wirtschaftswachstum vor allem der Schwellenländer und der technologische Wandel in den Industriestaaten. Anders als bei Energieträgern wie Öl gibt es bei den meisten mineralischen Rohstoffen zwar keine geologische Knappheit. In der arbeitsteiligen, aber stark vernetzten Weltwirtschaft steigt aber die Bedeutung von kurz- und mittelfristigen Versorgungsrisiken. Zu diesen neueren Risiken gehören Liefer- und Preisrisiken durch die Konzentration der Förderung auf nur wenige Unternehmen oder Länder. Insbesondere bei den Rohstoffen für Metalle und bei vielen Industriemineralien ist Deutschland stark von Importen abhängig.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: KreislaufwirtschaftsTag 2012 (Oktober 2012)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
Autor: Dr. Siegfried Behrendt
Dipl.-Ing. Lorenz Erdmann

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