Das EU-Projekt GreenCook - Erste Ergebnisse der AVL zum Konsum- und Wegwerfverhalten in privaten Haushalten

Allein in Deutschland fallen jährlich 20 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle an. Für deren Entsorgung würden 2 Mio. Müllfahrzeuge benötigt – aneinandergereiht eine Strecke von 11.270 km bzw. die Luftlinienentfernung zwischen Stuttgart und Buenos Aires. Diese Zahlen sind erschreckend, und es stellt sich die Frage: wie kann das sein?

In der EU-Abfallrahmenrichtlinie hat die Abfallvermeidung oberste Priorität und ist damit eine wichtige Voraussetzung für das Voranbringen nachhaltiger Produktions- und Konsumweisen. Die EU-Mitgliedsstaaten sind aufgerufen, bis Ende 2013 nationale Abfallvermeidungsstrategien zu entwickeln. Das Projekt GreenCook greift diese Vorgaben auf und geht insofern darüber hinaus, als dass die Ergebnisse aller Teilnehmer zu einer über die nationalen Grenzen hinausgehenden Strategie für die Verringerung von Lebensmittelabfällen führen sollen.
Das Projekt ist Teil des INTERREG IVB NWE Programms der Europäischen Union zum Thema Abfallvermeidung im Lebensmittelbereich. Initiator des Projektes ist das Umweltplanungsbüro Espace Environnement aus Charleroi, Belgien.
GreenCook verbindet 11 Projektpartner aus vier verschiedenen Ländern in Nordwesteuropa. Dazu gehören neben dem Projektleiter Espace Environnement das Konsumforschungsinstitut CRIOC aus Brüssel, verschiedene Landkreise aus Belgien und Nordfrankreich, die Universität Wageningen in Holland, die Organisation De Proeftuinen von Restaurantbetreibern in Holland, das Unternehmen GreenTag, der Besitzer von drei Leclerc- Supermärkten in Frankreich, die Organisation Fost Plus, die Universität Stuttgart, die alle Teilnehmer wissenschaftlich begleitet, und die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL).
Das Projekt hat 2010 begonnen und endet im Herbst 2013.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: AbfallTag 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
Autor: Annette Ponton

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