Umsetzung innovativer Anlagentechnologien am Beispiel der Stadt München

Im Jahr 1989 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt München ein ökologisches Abfallwirtschaftskonzept einstimmig beschlossen, das auf folgenden Maximen beruhte:
• strikte Trennung der Gewerbeabfälle am Entstehungsort
• stadtweite Einführung des 3-Tonnen-Systems für Restmüll, Bioabfälle und Altpapier
• Ausbau der Sperrmüllsammelstellen zu modernen Wertstoffhöfen
• intensive Öffentlichkeitsarbeit, um die Mitwirkungsbereitschaft der Bevölkerung zu wecken.

Durch die konsequente Umsetzung dieses ökologischen Abfallkonzeptes konnte die Beseitigungsmeng von ehemals 1,2 Mio. Mg auf rund 400.000 Mg reduziert werden. Seit 1993 werden in München keine organischen Abfälle mehr auf Deponien abgelagert. Zwischenzeitlich werden im Holsystem rund 100.000 Mg Altpapier und 40.000 Mg Bioabfälle gesammelt und zwar mit einer Sortenreinheit von über 97%. Außerdem werden auf den 12 Wertstoffhöfen der Landeshauptstadt München rund 25 Mg Althölzer gesammelt und über ein Biomasse-Kraftwerk verwertet. Im Vergleich zur Deponierung wurden damit in den vergangenen 15 Jahren über 10 Mio. Mg CO2 eingespart. Bioabfallverwertung Auf Grund einer Zweckvereinbarung mit dem Landkreis München werden seit Jahren rund 5.500 Mg der 85 Bioabfälle zu einer Vergärungsanlage des Landkreises im Süden von München gebracht. Da die Anlage des Landkreises mit Nassvergärungstechnik arbeitet, bot es sich an, die eher nassen Bioabfälle der Hochhaussiedlung Neuperlach direkt mit den Sammelfahrzeugen anzuliefern.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: AbfallTag 2010 (November 2010)
Seiten: 4
Autor: Helmut Schmidt

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