Betreiber von Deponien beabsichtigen vermehrt Abfälle von außerhalb dem in der abfallrechtlichen Zulassungsentscheidung festgelegten Einzugsbereich anzunehmen. Sie weisen darauf hin, dass dies vor dem Hintergrund des Rückgangs der Abfallmengen aus dem ursprünglichen festgelegten Gebiet erforderlich sei, um die Deponie wirtschaftlich betreiben zu können. Es stellt sich deshalb die Frage, wie diese Erweiterung des Einzugsbereichs rechtlich zu bewerten ist.
| Copyright: | © Universität Stuttgart - ISWA | |
| Quelle: | Zeitgemäße Deponietechnik 2010 - Perspektiven des Deponiebetriebs mit der neuen Deponieverordnung (März 2010) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | RD`in Doris Kaiser | |
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Thermochemische Vorbehandlung – Erste Erkenntnisse am Fallbeispiel einer an Organik reichen Feinfraktion
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Aufgrund des in Österreich geltenden Verbots der Deponierung von Abfällen mit einem Anteil an organischem Kohlenstoff im Feststoff von mehr als fünf Massenprozent (BMLFUW 2008) ist eine Behandlung dieser vor der Deponierung erforderlich. Die mechanisch-biologische sowie die thermische Behandlung stellen bewährte Verfahren dar. Im Burgenland wird, wie in zahlreichen anderen Regionen auch, der gemischte Siedlungsabfall in einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung aufbe-reitet. Das Ziel der MBA ist die Herstellung von Ersatzbrennstoffen zur thermischen Verwertung und stabilisierter Fraktionen zur Deponierung. Im vorliegenden Beitrag werden die ersten Ergebnisse der thermochemischen Vorbehandlung als Behandlungsalternative zur biologischen Stufe in einer MBA beschrieben.
Entwicklungen beim Deponierecht: Die neue Deponieverordnung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2010)
Werden Deponien zukünftig überhaupt noch benötigt? Sollen die Abfälle nicht vermieden oder verwertet statt auf Deponien beseitigt werden? Hört man nicht häufig, dass 2020 das deponielose Zeitalter beginnt? Das soll sogar die Bundesregierung verkündet haben. Und dann noch neue Deponieregelungen? Wäre das nicht ein vermeidbarer Aufwand gewesen?
Änderungen zur aktuellen Deponieverordnung
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2010)
Die neue Deponieverordnung ist erst zum 16.07.2009 in Kraft getreten und bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass eine erste Änderung notwendig ist.
Handlungshilfe der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg zur Deponieverordnung 2009
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2010)
PowerPoint Presentation mit 30 Folien
Brauchen wir noch DK-II-Deponien?
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2010)
In den letzten Jahrzehnten hat ein massiver Umbruch von der Abfallbeseitigung zur Abfallwirtschaft stattgefunden. Dieser Umbruch wurde angetrieben durch die unaufhörliche Zunahme der Abfallströme und einen wachsenden Umweltschutzgedanken in der Gesellschaft. Die ablehnende Haltung der Bevölkerung gegen neue Deponien und Müllverbrennungsanlagen führte zu massiven gesetzlichen Veränderungen, um die anwachsenden Abfallströme einzudämmen und dem Entsorgungsnotstand in Deutschland abzuwenden. 15 Jahre nach der Verabschiedung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz: „Sind wir nun mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem Deponien der Klasse II nicht mehr notwendig sind, ist das formulierte Ziel 2020 ohne Deponien auszukommen, in greifbare Nähe gerückt?“
