Aufgaben und Selbstverständnis der Siedlungs- und Abfallwirtschaft in Deutschland haben sich wie kaum eine andere Branche im Laufe der Jahrzehnte einem ständigen Wandel unterzogen. Die Branche stellt sich heute als eine wichtige Industrie mit ausgeprägten Wertschöpfungsketten dar, bei der die moderne Rohstoffwirtschaft im Vordergrund steht. Insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen haben sich
dabei als Schrittmacher einer Philosophie bewiesen, die den Fokus auf die Verwertung der Wertstoffe im Gegensatz zur reinen Abfallbeseitigung legt.
Die Anwendung innovativer Technologien führt so zu immer besseren und kostengünstigeren Sammel- und Recyclingmethoden, mit dem Ziel, die im Abfall enthaltenen Ressourcen stofflich zu verwerten oder die gebundenen Energieinhalte zu nutzen. Die gegenwärtige Preis- und Nachfragesituation darf nicht den Blick für die mittel- und langfristige Entwicklung verstellen: Sekundärrohstoffe ersetzen die immer knapper werdenden Primärrohstoffe, sind in der Beschaffung potentiell kostengünstiger und verringern den Energieeinsatz in der Produktion signifikant. Die Gewinnung von Sekundärrohstoffen trägt entscheidend zur Schonung der schnell schrumpfenden Rohstoffressourcen unseres Planeten bei und leistet einen gewichtigen Beitrag zur weltweiten
Verminderung von Treibhausgasen.
| Copyright: | © Universität Stuttgart - ISWA | |
| Quelle: | 87. Abfallwirtschaftliches Kolloquium (November 2009) | |
| Seiten: | 22 | |
| Autor: | Eric Rehbock | |
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Optimierung der Bioabfallsammlung in Großwohnanlagen/ Blockbebauung in Berlin
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Obwohl die Bioabfallsammlung in Berlin bereits seit 1996 in den Innenstadtbezirken etabliert ist, stagnieren Quantität und Qualität der erfassten Organik. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe und die Senatsumweltverwaltung unternehmen daher seit 2019 verstärkte Anstrengungen, um die Sammlung zu optimieren.
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
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Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.
Pflicht zur Alttextilien-Erfassung/-Verwertung
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Seit dem 1.1.2025 sind die Städte, Gemeinden und Kreise in ihrer Funktion als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger gemäß § 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 6 und S. 2 KrWG verpflichtet, im Rahmen der ihnen obliegenden Abfallentsorgungspflicht die getrennte Sammlung und Verwertung von Alttextilien durchführen.
Elektronische Überwachung von grenzüberschreitenden Abfallverbringungen
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Das neue Digital Waste Shipment System (DIWASS)
Das neue europäische Textilabfallrecht– Die Reform der Abfallrahmenrichtlinie
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Der Beitrag analysiert die geplante Novelle der europäischen Abfallrahmenrichtlinie, mit der eine erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien eingeführt werden soll. Ziel der Reform ist die Förderung einer kreislauforientierten Textilwirtschaft durch neue Regelungen zur Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und zum Recycling von Textilabfällen.
