10 Jahre EU-weite Ausschreibung von Entsorgungsdienstleistungen - Eine Bilanz -

Obwohl die Umsetzung europarechtlicher Vorschriften zur Vergabe öffentlicher Aufträge in deutsches Recht erst verspätet erfolgte (am 01.01.1999 trat der vierte Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen und am 01.02.2001 die Vergabeverordnung des Bundes in Kraft) wurden bereits seit Mitte der 90er Jahre Aufträge in Anlehnung an die europarechtlichen Vergabevorschriften vergeben. Seit dieser Zeit hat die Schmidt/Bechtle GmbH bisher über 120 EU-weite Vergabeverfahren begleitet, die abfallwirtschaftliche Dienstleistungen zum Inhalt haben.

Das Spektrum der betroffenen Leistungen ist äußerst vielschichtig und umfasst: · Langjährige Verträge zur Restabfallentsorgung in MVA`s oder MBA`s
· Sammel- und Transportleistungen
· Verwertungsleistungen
· Logistikleistungen (Umschlag/Ferntransport)
· Betrieb von Anlagen
· Lieferleistungen (Fahrzeuge, Behälter u. Ä.)
Die ersten Jahre der Anwendung der neuen Vergabevorschriften waren auf Seiten der öffentlichen Auftraggeber durch zahlreiche Unsicherheiten und Ängste geprägt. In der verwaltungsinternen und in der politischen Diskussion wurden vielfach folgende Fragen diskutiert:
· Gibt es überhaupt Anbieter für unsere Leistungen?
· Wie wird ein Vergabeverfahren praktisch umgesetzt, wenn sich ggf. 100 Unternehmen
aus ganz Europa beteiligen?
· Kann die Leistung ordnungsgemäß erbracht werden, wenn ein „portugiesischer Billigunternehmer“
mit ausländischen Arbeitskräften den Zuschlag erhalten muss?
· Haben ortsansässige Unternehmen überhaupt eine Chance?
· Lohnt sich der Ausschreibungsaufwand überhaupt, wenn die Ausschreibungsergebnisse
ggf. nur geringfügige Einsparungen ergeben?



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 9. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (2005) (Mai 2005)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
Autor: M.A. Ullrich Schmidt

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