Stoffstromorientierte Verwertung von qualitätsgesichertem Altholz

Der Einsatz von Altholz bei der Herstellung von Holzwerkstoffen wird in Europa weiter gesteigert. Hintergrund ist nicht nur das gelebte Prinzip der Kaskadennutzung, sondern vor allem wirtschaftliche Vorteile.

Damit eng verbunden ist zunehmend die Frage, welche Anforderungen an die Qualität für Altholz zur stofflichen Nutzung zu stellen sind. Hier gibt es in Europa kein einheitliches Bild. In Deutschland gilt seit 2002 die AltholzV, Österreich hat inzwi-schen mit einer RecyclingholzV nachgezogen. Ansonsten gibt es in Europa keine gesetzlichen Regelungen, höchstens Standards.
Da eine europäische AltholzV nicht in Sicht ist, herrscht hier eine deutliche Wettbewerbsverzerrung. Zudem besteht bei der deutschen AltholzV dringender Novellie-rungsbedarf, da sie in vielen Punkten nicht mehr zeitgemäß und praktikabel ist (Probenahme, Statistik der Analysenergebnisse, produktionsbegleitende Qualitätssicherung ...). Inzwischen wurden auch Gütesiegel implementiert, die Altholzaufbereiter nutzen, um sich im Markt vom Wettbewerb abzuheben (BVSE, TÜV Pro-fiCert).



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 15. Münsteraner Abfallwirtschaftstage 2017 (Februar 2017)
Seiten: 5
Preis: € 2,50
Autor: Dr. Axel Knörr

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