Untersuchung einer mineralischen Basisabdichtung nach 30-jährigem Deponiebetrieb

Fast alle seit den 1980er Jahren gebauten Deponien enthalten eine mineralische Basisabdichtung.Entweder als alleiniges Dichtungselement, oder (vermehrt ab 1993) in Kombinationmit einer Kunststoffdichtungsbahn. Der Bau der mineralischen Dichtung wurde in der Regelmit Qualitätsprüfungen überwacht; aber nur in wenigen Fällen wurden zu späteren ZeitpunktenAufgrabungen und systematische Untersuchungen der Qualitätseigenschaften der Basisabdichtung vorgenommen.

Die Deponieverordnung (2009) stellt an alle Abdichtungskomponenten die Anforderung, dass ihre Funktionserfüllung über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren nachzuweisen ist. Die Untersuchung einer mineralischen Basisabdichtung nach mehreren Jahrzehnten des Deponiebetriebs stellt in diesem Zusammenhang ein wichtiges Indiz zur Nachweis Führung der langfristigen Funktionserfüllung dar.

Bei der Beurteilung der langfristigen Wirksamkeit von mineralischen Basisabdichtungen geht es vor allem um drei Fragestellungen:

- Bleiben die relevanten bodenmechanischen Eigenschaften (k-Wert, Dichte, Wassergehalt)des Abdichtungsmaterials erhalten?

-Findet eine temperaturinduzierte Austrocknung statt?

- Lässt sich die Barrierewirkung gegenüber chemischen Inhaltsstoffen analytisch nachweisen?

Nachfolgend wird über Untersuchungen der mineralischen Basisabdichtung der Hausmülldeponie„ Im Dienstfeld“, Aurach (Landkreis Ansbach, Bayern) berichtet. Die ersten beiden Bauabschnitte der Deponie wurden in den Jahren 1978/79 bzw. 1981/82 errichtet. Die Basisabdichtung war bereits im Jahr 1994 an mehreren Stellen beprobt und umfassend geotechnisch, geochemisch und mikrobiologisch untersucht worden (im Rahmen des F+E-Projekts E 21 des Bayerischen Umweltministeriums: „Großflächige Untersuchungen der Qualitätseigenschaften an einem 12 Jahre alten mineralischen Deponieabdichtungssystem“).



Copyright: © LGA Bautechnik GmbH
Quelle: 23. Nürnberger Deponieseminar 2012 (April 2012)
Seiten: 18
Preis: € 5,00
Autor: Dr. Wolf Ulrich Henken-Mellies

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