Eiszeit für Iglus - Die Pfandpflicht auf Einweggetränkeverpackungen kommt teuer zu stehen

Das Zwangspfand auf Einwegverpackungen, welches Mitte diesen Jahres in Kraft treten soll, kommt Wirtschaft und Verbraucher teurer zu stehen als anfänglich angenommen. Und ob es auch das bringt, was sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin davon verspricht, nämlich eine Stützung der Mehrwegquote, ist zweifelhaft. Dies belegen Industrie und Wirtschaft nun in einigen Studien. Und sie zeigen auf, wie es anders gehen könnte. Kritiker der Regelung gibt es auch auf Seiten der Landesumweltminister und Umweltverbände: Rheinland Pfalz will seine Winzer vor der Zwangsrücknahme verschonen und auch Umweltverbände sind gar nicht mehr davon überzeugt, ob ein Zwangspfand wirklich der richtige Weg ist. Doch sicher ist: Falls das Zwangspfand kommt, verliert die Recyclingwirtschaft eines ihrer bestgehüteten Kinder. Dem Glasrecycling droht das aus.

26.02.2001 Unter lautem Getöse rollten sie an: Spezialfahrzeuge setzten ihre Ladung - circa ein Dutzend Altglas-Iglus - vor dem Bundesumweltministerium am Alexanderplatz in Berlin ab. Mitarbeiter der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft skandierten: "Hände weg vom Glasrecycling. Nein zum Zwangspfand":..

Unternehmen, Behörden + Verbände: Bundesumweltministerium, BDE, Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA), Hauptberband des Deutschen Einzelhandels (HDE), Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Arbeitsgemeinschaft für Verpackung und Umwelt e.V. (AGVU), Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung, Bayerisches Institut für Abfallforschung (BIfA), Duales System Deutschland (DSD), BDI
Autorenhinweis: Astrid Rhodovi



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Januar/Februar 2001 (Januar 2001)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Astrid Rhodovi

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