Reinigung von Deponiegasen, Erfahrungen mit organischen Siliziumverbindungen Ursachen, Historie, Neue Reinigungskonzepte

Die energetische Verwertung von Faulgasen in Gasmotoren wird nachhaltig erschwert, wenn organische Siliziumverbindungen im Gas enthalten sind. Bei der Verbrennung im Motor werden diese gasförmigen Verbindungen in Siliziumoxide umgewandelt, die sich als feste, harte Ablagerungen auf Ventile und Kolben niederschlagen.

Diese Oxide bzw. die Ablagerungen führen auf Grund ihrer abrasiven Eigenschaften zu stark erhöhtem Verschleiß oder sogar zu Motorschäden. Die Erfahrungen aus der Praxis reichen hier von durchgebrannten Auslassventilen (vgl. nachfolgende Bilder) bis hin zu Kolbenfressern und Schäden am Kurbeltrieb.

Für den Anlagenbetreiber sind deutlich höhere Ausgaben für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, aber auch eine geringe Anlagenverfügbarkeit die Konsequenz von organischen Siliziumverbindungen im Faulgas. Oftmals stellen die Mehrkosten einen wirtschaftlichen Betrieb der Verwertungsanlagen in Frage. Ist es bereits zu wiederholten siliziumbedingten Maschinenbruch gekommen, muss davon ausgegangen werden, dass die Maschinenbruchversicherung kündigt und der Betreiber das gesamte Risiko tragen muss.

Bei der Planung von Neuanlagen ist insbesondere die Bewertung der zu erwartenden Betriebskosten der Verwertungsanlage schwierig, da die Gasqualität (hier in Bezug auf das Silizium) sich durchaus negativ verändern kann. Diese Berechnung der Betriebskosten kann so schnell den Charakter einer Prognose annehmen.



Copyright: © Verlag Abfall aktuell
Quelle: Band 14 - Stilllegung und Nachsorge von Deponien (Februar 2003)
Seiten: 13
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Wolfgang Doczyck

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