Deponiefreie Abfallwirtschaft 2020 aus der Sicht des Anlagenbaus

In einem Eckpunktepapier des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Natur-schutz und Reaktorsicherheit (BMU) aus dem Jahr 1999 wurde als Zielsetzung for-muliert, dass bis zum Jahr 2020 alle Siedlungsabfälle einer vollständigen umweltver-träglichen Verwertung zugeführt und damit Siedlungsabfalldeponien überflüssig ge-macht werden sollen. Im Folgenden wird der Begriff Siedlungsabfall mit Abfall ab-gekürzt.

Im Jahr 2005 wurde vom BMU eine weitere Beschreibung der Konzepte im Bericht „Strategie für die Zukunft der Siedlungsabfallentsorgung (Ziel 2020)“ veröffentlicht, welcher unter anderen auf die Aspekte des definierten Ziels näher eingeht:

  • Beendigung der oberirdischen Deponierung von Siedlungsabfällen in Deutsch-land, um nachfolgenden Generationen keine Altlasten zu hinterlassen (Keine oberirdische Deponierung).
  • Vollständige Verwertung von Abfällen, wobei der Schwerpunkt auf einer hochwertigen stofflichen bzw. energetischen Verwertung der Bestandteile des Siedlungsabfalls liegt. Somit wird das Leitbild der Nachhaltigkeit auf die Ab-fallwirtschaft übertragen (Nachhaltigkeit).
  • Reststoffe, die einer hochwertigen stofflichen bzw. energetischen Verwertung nicht mehr zugänglich sind, müssen so aufbereitet werden, dass sie unabhän-gig von baulichen Maßnahmen umweltneutral weggelegt werden können (Umweltneutrale Reststoffe).
  • Reduzierung von relevanten Treibhausgasen und damit einhergehend ein po-sitiver Beitrag zum Klimaschutz (Reduzierung von Treibhausgasen).



Copyright: © Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban
Quelle: 11. Fachtagung thermische Abfallbehandlung (März 2006)
Seiten: 8
Preis: € 4,00
Autor: Dr. Oliver Gohlke

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