Neue Grenzwertvorgaben des BMU - Bedeutung für die Kompostwirtschaft

Stellenwert der Bioabfallverwertung und Diskussion um neue Grenzwerte

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist einer der größten und beispielhaftesten Erfolge moderner Kreislaufwirtschaft. Bioabfälle sind die größte Wertstofffraktion im Siedlungsabfall. Wirklich effiziente Recyclingwirtschaft ist ohne die Verwertung von Bioabfällen nicht möglich. Aufgrund der vergleichsweise hohen Wassergehalte von Bioabfällen steht deren stoffliche Verwertung durch Kompostierung oder Vergärung naturgemäß im Vordergrund.

In Deutschland werden heute in über 800 Produktionsanlagen rund 10 Mio. t Bioabfälle verwertet und daraus ca. 5 Mio. Tonnen Komposte erzeugt, allesamt anerkannte und zugelassene Düngemittel. Nach der Verwertung von Altpapier ist dies Platz 2 beim Recycling von Siedlungsabfällen. Die Diskussion um neue Grenzwerte für organische Düngemittel findet im Kontext einer gewollten Nutzung sekundärer Rohstoffe (nachhaltige Recyclingwirtschaft) einerseits und den Vorsorgeansprüchen eines nachhaltigen Bodenschutzes andererseits statt. Bei den umweltpolitischen Zielstellungen werden, wie im folgenden Beitrag erläutert, im Zusammenhang mit der Bioabfallverwertung unterschiedliche Ziele verfolgt.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 16. Kasseler Abfallforum-2004 (April 2004)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dr. Bertram Kehres

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