Aufkommen und Behandlung von Sicker- und Oberflächenwässern von Deponien mit MBA-Material

Anleitung zur Abschätzung von Mengen, Belastungen und möglichen Behandlungsverfahren von Sickerwässern aus Deponien

In den nächsten Jahren werden verstärkt mechanisch-biologisch vorbehandelte Siedlungsabfälle auf Deponien abgelagert werden. Dabei wird es sowohl Deponieabschnitte geben, auf denen nur vorbehandelte Abfälle abgelagert werden, als auch Abschnitte mit unbehandeltem Abfall, auf denen anschließend behandelte Abfälle weiter abgelagert werden. Wie auch bei den bisherigen Ablagerungen unbehandelter Abfälle wird je nach Ausbildung der Oberfläche Niederschlagswasser in den Abfallkörper infiltrieren. Die Infiltrationsmenge hängt dabei weitgehend von der Durchlässigkeit der Oberfläche und deren Neigung ab. Ist Niederschlagswasser in den Abfallkörper eingedrungen, so wird es, mit welcher zeitlichen Verzögerung auch immer, in der entsprechenden Menge als Sickerwasser aus der Deponie austreten. Gegenüber Ablagerungen unbehandelter Abfälle, die im Prinzip alle ähnlich ungünstig waren, werden sowohl Wassermengen als auch –belastungen wesentlich größeren Schwankungen in Abhängigkeit von den Randbedingungen der Vorbehandlung und der Ablagerung unterliegen. Es wird deshalb auf den jeweiligen Planer die Aufgabe zukommen aufgrund dieser Randbedingungen, deren Einflüsse bisher höchstens punktuell bekannt sind, eine Abschätzung für die Konzeption einer Sickerwasserentsorgung vorzunehmen.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 14. Kasseler Abfallforum-2002 (April 2002)
Seiten: 21
Preis inkl. MwSt.: € 10,50
Autor: Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Ehrig
Ulrike Witz

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