Jährlich werden etwa 8 bis 9 Mio. m3 Kultursubstrate (für den Profigartenbau) und Hobbyerden (für private Verbraucherinnen und Verbraucher) in Deutschland produziert und verkauft. Diese sind die Grundlage für die Kultur von Pflanzen in Deutschland und in weiten Teilen der Welt. Der Rohstoff Torf ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Es ist ein politisches Ziel Deutschlands die Torfnutzung aufgrund des im Torf enthaltenen CO2-Gehalts zu reduzieren. Aus diesem Grund hat die Substratbranche in einer Selbstverpflichtung umsetzbare Ziele zur Torfminimierung formuliert.
Bioabfälle sind eine wertvolle energetische und vor allem stoffliche Ressource, deren ökologische Nutzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch für den Gartenbau und die Gartenindustrie eine Relevanz hat. Generell ist für viele Reststoffe eine Kaskadenlösung sinnvoll. Dabei werden aus den Bioabfällen zuerst in einer Vergärungsanlage Biogas als Energieträger für Strom und Wärme und anschließend in einer Kompostierungs- oder Fermentierungsanlage Produkte zur Düngung und Bodenverbesserung erzeugt. Bei geeigneten Bioabfällen, beispielsweise holzigem Grüngut aus Pflegemaßnahmen, welches auf Sammelplätzen erfasst wird, ist jedoch primär eine stoffliche Verwertung vorzuziehen, da diese als Ausgangsstoff für die Herstellung geeignete Komposte für Pflanz- und Blumenerden benötigt werden.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | 35. Abfall- und Ressourcenforum 2024 (April 2024) | |
| Seiten: | 7 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 3,50 | |
| Autor: | Philip Testroet | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
Ergebnisse von Bioabfallchargensichtungen im Einzugsgebiet der ZAK Kaiserslautern
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) verwertet jährlich knapp 60.000 Mg Bioabfälle aus der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern sowie aus den Städten Frankenthal, Worms, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt sowie den Landkreisen Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis.
Netzwerke Ökolandbau und Kompostwirtschaft – Status und aktuelle Entwicklungen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Als erstes und bislang einziges Netzwerk für Ökolandbau und Kompostwirtschaft auf Bundeslandebene stellt das NÖK Hessen seit 2022 die dritte Phase eines Entwicklungsprozesses dar, der modellhaft auf andere Bundesländer übertragbar ist.
Verbesserung der Qualität von Bioabfällen: Eine pragmatische und effektive Lösung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Das Recycling von Bioabfällen bietet eine großartige Chance, saubere Energie zu erzeugen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Böden zu bereichern.
Kontroll- und Rückweisungswert für Bioabfälle ab 1. Mai 2025 – Konsequenzen für Praxis und Betrieb
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Novelle der Bioabfallverordnung (BioAbfV), die am 1. Mai 2025 vollständig in Kraft tritt, legt erstmals verbindliche Kontroll- und Rückweisungswerte für Bioabfälle fest.
Bioabfallsammlung in Europa – Aktueller Stand und der Weg zu besten Praktiken
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EU-weite Verpflichtung zur getrennten Sammlung von Bioabfällen ist ein zentraler Schritt zur Erreichung des Abfall-Recyclingziels von 65 % bis 2035 und für die Bioabfallwirtschaft, die mit steigenden Abfallmengen rechnen kann.
