Perspektiven für das chemische Recycling aus Sicht der MVV

Die thermische Abfallbehandlung als Kerngeschäft der MVV ist in der Verwertung von nicht-recycelbaren Abfällen und als Schadstoffsenke unverzichtbar. Die Rolle der thermischen Abfallbehandlung kann und muss sich jedoch zu einem vollständigen Mitglied des Stoffkreislaufs entwickeln. Das chemische Recycling stellt dabei eine Schlüsseltechnologie zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft dar und bietet das Potenzial, das mechanische Recycling als weitere Recyclingtechnologie zu ergänzen.

Einige Herausforderungen müssen aber noch bewältigt werden, bevor sich das Potenzial voll entfalten kann. Aus MVV Sicht sollte und wird die Rolle der Entsorgungswirtschaft im chemischen Recycling an Bedeutung gewinnen, da es eine sinnvolle Weiterentwicklung der Kompetenzen und Geschäftstätigkeiten der Entsorgungswirtschaft darstellt.

Die Weiterentwicklung der Entsorgungswirtschaft

Seit der Veröffentlichung des European Green Deal und des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft durch die Europäische Kommission ist klar, dass sich die Rolle der Kreislaufwirtschaft im europäischen Wirtschaftsraum bis zum Jahr 2050 verändern wird. Mit dem Europäischen Green Deal will die EU bis 2050 klimaneutral werden. Bis 2030 sollen daher die Treibhausgasemissionen um 55 % gegenüber dem Stand von 1990 sinken und die Kreislaufwirtschaft in Europa weiter gefördert werden. In diesem Kontext hat sich auch MVV das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Die im Rahmen des Aktionsplans als oberste Prämisse der EU-Handlungsmaxime ausgerufene Abfallvermeidung bildet das Fundament aktueller und zukünftiger Richtlinien und Maßnahmen und wird so die Menge produzierten Abfalls, deren Zusammensetzung sowie deren Verwertung nachhaltig verändern. Dies wird auch erhebliche Veränderungen in der Entsorgungswirtschaft nach sich ziehen.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 33. Abfall- und Ressourcenforum 2022 (April 2022)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
Autor: Dr. Christian Hower-Knobloch

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