Reduzierung des Fremdstoffanteils im kommunalen Biogut durch öffentliche Sensibilisierung

Die Bio Komp – SAS GmbH betreibt im Burgenlandkreis im Auftrag der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR eine Bioabfallvergärungsanlage mit anschließender Kompostierung. Die Endprodukte Fertigkompost und Gärprodukt flüssig sind RAL gütegesichert.

Neben den Regelungen in der BioAbfV und der DüMV zum Verunreinigungsgrad, ließen uns im Jahr 2017 die neuen Herausforderungen in der RAL-Gütesicherung der Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. zur Flächensumme für Fremdstoffean die Grenzen unserer Technik stoßen. Mit Unterstützung des Netzwerks der Aktion Biotonne Deutschland führten wir unter eigenem Claim „Nur Bio in die Tonne“ eine groß angelegte Öffentlichkeitsarbeit mit Ziel der Reduzierung des Fremdstoffanteils in der Biotonne durch.
Mit Erfolg. Der Fremdstoffanteil im angelieferten Bioabfall konnte bis dato dauerhaft von bis zu zehn Prozent auf deutlich unter ein Prozent gesenktwerden.

1 Ausgangssituation
Die Bio Komp – SAS GmbH verarbeitet im Auftrag der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR jährlich insgesamt rund 21.000 Tonnen Bioabfall von privaten Haushaltungen und ca. 5.000 Tonnen Grün- und Astschnitt aus dem Burgenlandkreis. Der Burgenlandkreisist ländlich geprägt und hat etwa 180.000 Einwohner. Der Anschlussgrad für die Biotonne liegt bei 86 %.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 33. Abfall- und Ressourcenforum 2022 (April 2022)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Jacqueline Hietzschold

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