Die Einführung eines Detektionssystems für die Erkennung von Störstoffen in der Biotonne im Main-Tauber-Kreis hat seit April 2018 eine Steigerung der Bioabfallqualität um 80 % bewirkt. Seitdem ist der Gewichtsanteil von Störstoffen von 25 % auf nunmehr 5 % gesunken. Die Verwertungsquote der Bioabfälle ist auf 87,5 % des Inputmaterials gestiegen. Trotzdem muss der Störstoffanteil in der Biotonne weiter gesenkt werden, um die Effizienz der Verwertung zu steigern und Kosten zu minimieren. Um die Qualität der Bioabfälle zu sichern, ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine von den Bürgern akzeptierte, technisch unterstützte lückenlose Kontrolle der Biotonnen unabdingbar.
Der Main-Tauber-Kreis ist der nördlichste Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Heilbronn-Franken im Regierungsbezirk Stuttgart und ist praktisch deckungsgleich mit Tauberfranken. Er ist flächenmäßig einer der größten (1.304km²), bezogen auf die Einwohnerdichte (132.189 EW) einer der dünn besiedelten Landkreise in Baden-Württemberg. Der Landkreis ist ländlich strukturiert. Die größten Städte sind Bad Mergentheim, Wertheim und Tauberbischofsheim als Kreisstadt....
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | 31. Abfall- und Ressourcenforum 2019 (April 2019) | |
| Seiten: | 7 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 3,50 | |
| Autor: | Dr. Walter Scheckenbach | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
BioMasters Championship – Kommunaler Wettbewerb zur Sensibilisierung bei der Bioabfalltrennung im Neckar-Odenwald-Kreis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die NOK BioMasters Championship im Neckar-Odenwald-Kreis war ein innovativer Wettbewerb zur Verbesserung der Bioabfallqualität. Alle 27 Kommunen traten gegeneinander an – bewertet wurde die Quote falsch befüllter Biotonnen.
Vollumfängliche Kreislaufwirtschaft an einem Standort
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die Trockenfermentationsanlage Fuchsluger zeigt, wie sich biogene Reststoffe effizient und nachhaltig in einem geschlossenen Kreislaufsystem verwerten lassen. Aus Biomüll und Grünschnitt entsteht durch Trockenvergärung hochwertiges Biomethan, das nach Aufbereitung ins Erdgasnetz eingespeist und so zur regionalen Versorgungssicherheit beiträgt.
Reversible Brennstoffzellenkraftwerke für Biogasanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Reverion hat ein reversibles Brennstoffzellenkraftwerk für den Einsatz in Biogasanlagen entwickelt. Die Technologie basiert auf Hochtemperatur-Brennstoffzellen, die sowohl im Stromerzeugungs- als auch im Elektrolysebetrieb betrieben werden können. Dadurch lassen sich Wirkungsgrade von bis zu 80 % erreichen.
TGV – Thöni Gärrestverwertung: Kompostierungstechnologie zur Behandlung von Gärresten
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die TGV – Thöni Gärrestverwertung behandelt Gärreste aus Vergärungsanlagen und verarbeitet sie zu hochwertigem Kompost. Das System schließt die Lücke zwischen anaerober Vor- und aerober Nachbehandlung. Durch eine eigene Technologie werden Schnittstellen reduziert und Planung sowie Ausführung aus einer Hand ermöglicht.
Der Weg vom Gärrest zum Qualitätskompost – Erfahrungen in umgesetzten Anlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die Erzeugung eines hochwertigen Qualitätskomposts ist vielfach ein Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg einer Bioabfallbehandlungsanlage. Da jedoch die meisten Bioabfälle bei der Anlieferung in einer Behandlungsanlage immer noch einen sehr hohen Fremdstoff- und Verunreinigungsanteil aufweisen, ist neben einer effizienten biologischen Behandlung – in einer Kaskadennutzung bei hohem Biogasertrag und guter Aerobisierung und Nachrotte der Gärreste – die Abscheidung der Störstoffe in einer Kompostfeinaufbereitung der Schlüssel zu einem vermarktbaren Qualitätskompost.
