Fremdstoffmanagement bei der Biogutbehandlung in der Praxis

Fremdstoffmanagement ist eine zentrale Aufgabe bei der Behandlung von Biogut. Vor allem Fragmente von Folien, aber auch von Glas bereiten Probleme. Erster wesentlicher Schritt im Fremdstoffmanagement ist die separate Erfassung biogener Abfälle aus den Haushalten. Dies ist der Fokus anderer Beiträge in diesem Band und daher konzentriert sich dieser Artikel auf die wesentlichen Einflussfaktoren beim Fremdstoffmanagement in der Biogutkompostierung mit und ohne vorgeschalteter Vergärungsstufe. Zentrale These ist, dass eine in technischer Ausstattung und praktischem Betrieb gute Kompostierung Schlüssel für das Fremdstoffmanagement ist.

Zentrale Ansätze aus der praktischen Erfahrung der Autoren mit dem Fremdstoffmanagement sind:

  • die Wahl der Kompostierungs- und Vergärungstechnik, die unmittelbar die Aufbereitungsintensität beeinflusst
  • die Sicherstellung einer guten Rotte durch entsprechende technische Auslegung und vor allem Bereitstellung eines kompostierbaren Materials
  • im Hinblick auf das Fremdstoffmanagement sind Rottetunnel von zentraler Bedeutung
  • alle Klassierungs- und Sortieraggregate setzen einen entsprechend definierten Inputstrom voraus. Letzteres ist mindestens ebenso wichtig, wie die Wahl des technisch geeigneten Aggregats
  • die Vermeidung von Zerkleinerungsprozessen – auch als Nebeneffekt, z. B. von Förderaggregaten oder Umsetzern
  • bei den Gärprodukten flüssig aus Biogut treten keine Probleme mit Fremdstoffen auf




Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 31. Abfall- und Ressourcenforum 2019 (April 2019)
Seiten: 11
Preis inkl. MwSt.: € 5,50
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Raussen
M.Sc.agr Auke Lootsma
Dipl.-Biol. Werner Sprick

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