Ergebnisse der Versuche zur Grauen Wertstofftonne

Die „Arbeitsgemeinschaft Graue Wertstofftonne“ ist ein Zusammenschluss von öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgern, privaten und öffentlichen Abfallverwertungsanlagen und abfallwirtschaftlichen Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Restabfälle und die darin enthaltenen Wertstoffe im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) möglichst hochwertig zu verwerten und effiziente Sammel- und Sortiersysteme zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund initiierten die Abfallentsorgung Kreis Kassel, Eigenbetrieb des Landkreises Kassel sowie der Abfallzweckverband Südniedersachsen gemeinsam mit der B+T Umwelt GmbH, Alsfeld einen Versuch zur weiteren Wertstoffentfrachtung des Hausmülls als mögliche Alternative zur Wertstofferfassung mittels Wertstofftonne.

In einem Praxisversuch wurde Hausmüll aus dem Landkreis Kassel sowie aus dem Gebiet des Zweckverbandes Südniedersachsen mit der vorhandenen mechanischen Aufbereitungstechnik in den zwei Abfallbehandlungsanlagen (B+T-Anlage, Weidenhausen und MBA-Anlage AZV Südniedersachsen, Deiderode) so aufbereitet, dass ein Wertstoffkonzentrat abgetrennt werden konnte. Dieses wurde mittels modernster NIR-Sortiertechnik aufgetrennt und die enthaltenen Wertstoffe, insbesondere Kunststoffe, wurden für eine weitere Verwertung aussortiert.
Der Praxisversuch untergliederte sich in vier Teilbereiche:
1. Ermittlung des Wertstoffpotenzials im Hausmüll mittels Hausmüllanalysen
2. Erzeugung eines Wertstoffkonzentrats im Praxisbetrieb der Anlagen in Weidenhausen und Deiderode
3. Aufbereitung und weitere Sortierung des Wertstoffkonzentrats mittels modernster NIR-Sortiertechnik zur Abtrennung relevanter Kunststofffraktionen
4. Begutachtung der abgetrennten 3-D-Kunststoffe
Abschließend wurde eine Gesamtbilanz für die im Hausmüll enthaltenen Kunststoffe erstellt.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 25. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2013 (März 2013)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dr.-Ing. Michael Kern
Dipl.-Ing. Jörg Siepenkothen

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