Aufkommen von Lebensmittelabfällen in Deutschland

An der Universität Stuttgart wurde im Jahr 2011 das Aufkommen von Lebensmittelabfällen in Deutschland untersucht. Bis dato lagen keine wissenschaftlich abgesicherten Daten vor. Aufbauend auf Studien aus dem Ausland, Expertengesprächen sowie eigenen Erhebungen wurden die Mengen im Rahmen einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) abgeschätzt. Betrachtet wurden die folgenden Prozesse der Lebensmittelkette:
Lebensmittelverarbeitung, Handel, Groß- und Endverbraucher. Für die Reduzierung des Lebensmittelabfallaufkommens wurden darüber hinaus geeignete Maßnahmen recherchiert und bewertet, um Strategien für Deutschland zu entwickeln.

Vermeidbare Lebensmittelabfälle
Der Begriff „vermeidbare Lebensmittelabfälle“ umfasst Lebensmittelabfälle, die zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung noch uneingeschränkt genießbar sind oder die bei rechtzeitiger Verwendung genießbar gewesen wären. Darin enthalten sind auch die in den Lebensmitteln enthaltenen Kerne, Schalen und Knochen sowie gegebenenfalls Verpackungen, sofern diese bei der Datenerhebung miterfasst wurden.
Nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle
Der Begriff „nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle“ umfasst jene Lebensmittelabfälle, die üblicherweise bei der Speisenzubereitung entfernt werden. Dazu gehören im Wesentlichen nicht essbare Bestandteile (z. B. Knochen, Bananenschalen o. Ä.) aber auch Essbares (z. B. Gurkenschalen, Kartoffelschalen).



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 24. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2012 (April 2012)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Dipl.-Ing. Gerold Hafner
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert
Jakob Barabosz

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