Konsequenzen der novellierten Bioabfallverordnung für die biologische Abfallbehandlung

Die Novelle der Bioabfallverordnung wird für die biologische Abfallbehandlung verschiedene Veränderungen mit sich bringen, auf die sich Betreiber von Kompostierungs- und von Vergärungsanlagen einzustellen haben. Auf die wesentlichen Änderungen wird in diesem Beitrag eingegangen. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrages ist allerdings noch nicht vollständig bekannt, wie der Bundesrat – voraussichtlich Ende März 2012 – über die Novelle abschließend entscheiden wird.

2004 wurden erste Überlegungen zur Novelle der BioAbfV angestellt, die vor allem in Überarbeitungsvorschlägen zu den Anhängen 1 und 2 mündeten. Ein erster Entwurf der Änderung der Bioabfallverordnung wurde den beteiligten Kreisen im Dezember 2007 zur Kenntnis gebracht. Diese Fassung war 2008 auch Gegenstand einer Anhörung der Länder und der beteiligten Kreise. Der seinerzeit diskutierte Entwurf war mit dem BMELV allerdings noch nicht abgestimmt. Aufgrund verschiedener Grundsatzfragen bezüglich der Abgrenzung der Regelungsbereiche des Abfallrechts und des Düngerechts zogen sich diese Abstimmungen sehr lange hin. 2011 konnte schließlich eine innerhalb der Bundesregierung abgestimmte Fassung der Novelle vorgelegt werden. Diese wurde am 25.11.2011 im Bundesrat nach Maßgabe von insgesamt 28 Änderungen beschlossen (DS 578/11 (B)). Im Nachgang der BR-Sitzung wurde vom BMU in einem Meinungsaustausch mit den Ländern sowie mit betroffenen Verbänden noch einmal ein Änderungsbedarf erkannt, der sich zum einen aus formalen Gründen und zum anderen aus absehbaren negativen Auswirkungen auf die Vermarktung von Kompost und von Gärrückständen ergab. Verschiedene Verbände und Gütegemeinschaften hatten hierauf hingewiesen.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 24. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2012 (April 2012)
Seiten: 11
Preis inkl. MwSt.: € 5,50
Autor: Dr. Bertram Kehres

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Praxistest Bio-Beutel – Kreislaufwirtschaft mit kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Gemeinsam mit neun Partnern hat C.A.R.M.E.N. e. V. von Dezember 2020 bis Februar 2022 das Modellprojekt „Praxistest Bio-Beutel – Kreislaufwirtschaft mit kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln“ durchgeführt. Im Rahmen des Projekts stand den Bürgerinnen und Bürgern aus Straubing in den teilnehmenden Märkten der kompostierbare Bio-Beutel zur Verfügung. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft sollte der Bio-Beutel zum Verpacken und Frischhalten von losem Obst- und Gemüse, zum Sammeln von Bioabfällen und zur Entsorgung in der Biotonne verwendet werden. Bioabfall- und Kompostanalysen sowie Umfragen lieferten Erkenntnisse zur Qualität der kommunal gesammelten Bioabfälle und zur Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Weiterentwicklung der MBA mit den Zielen der Optimierung der Ressourceneffizienz und Minimierung der Treibhausgasemissionen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die Studie beschreibt den aktuellen Stand der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung in Deutschland und stellt die Weiterentwicklung seit 2005 dar. Für die verschiedenen Anlagenkonzeptionen werden die Durchsatzmengen, der Anlageninput und die Stoffbilanz mit dem Verbleib der ausgeschleusten Stoffströme sowie die Betriebsverbräuche und Emissionen beschrieben. Anhand eigener anlagenspezifischer Berechnungen werden die Energieeffizienz sowie die Klimagasbilanz von MBA-Anlagen bewertet.

DeSort - Störstoffmanagement in biogenen Abfällen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Kompost aus biogenen Abfällen ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Böden in Europa. Aufgrund von Fehlwürfen in die Bioabfallsammlung wird jedoch das Ausgangsmaterial für qualitativ hochwertigen Kompost mehr oder weniger stör-stoffbehaftet. Ein großes Problem entsteht durch die Verwendung von nicht-abbaubaren aber auch biologisch abbaubaren Kunststoffsäcken, die zur Entsorgung von in Haushalten anfallenden biogenen Abfällen verwendet werden. Zusätzlich ge-langen unterschiedlichste Kunststoffteile, meist in Form von Verpackungsmateria-lien, durch den Verbraucher in die Bioabfallsammlung, Metalle und Glas rangieren weit dahinter. Im Projekt „DeSort“ werden Grundlagen für die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgestützte Sortierung (Sorting) von Störstoffen in biogenen Abfällen erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahr-zeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlwürfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert.

SolidWasteSim – Simulation of solid waste treatment
© Wasteconsult International (5/2015)
A critical analysis of mechanical processes in waste treatment plants hints at vulnerablespots in the interaction of plant units and deployed heterogeneous materials. The Simulation of mechanical processes in waste treatment may depict the total material flow in a plant and as such, contribute to a better understanding of the behaviour in heterogeneous materials, to identify bottlenecks, to check plant modifications and hence, to Support planning and reducing time for implementation period.

HTC: Key technology in Biomass waste treatment
© Wasteconsult International (5/2015)
Hydrothermal carbonization is the physiochemical process by which organic waste materialis converted into HTC biocoal and process water in a wet procedure at about 230 degrees temperature and 25 bar pressure within several hours. Hydrothermal carbonization is the industrial reproduction of the natural process by which biomass has been converted into fossil coal for millions of years. In this paper and in the presentation of Alfons Kuhles is the procedure of “Hydrothermal carbonization” explained, the GRENOL continuously operating HTC reactor, the mass energy balance of the GRENOL HTC procedure, usages and benefits of Hydrothermal carbonization as compared to the more established procedures of combustion, fermentation and anaerobe conversion (e.g. biogas production). In sum, HTC offers a new alternative procedure to process organic waste in an environmentally friendly manner, and to close the cycle of waste Management.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...