Erfahrungen mit der Vollstromvergärung der MBA Deiderode – Energieeffizienz Stoffströme

Die Vergärungsanlage der MBA Südniedersachsen ist seit Mitte 2008 in Betrieb, die gesetzlichen Vorgaben nach DepV und BImSchV werden sicher eingehalten. Die tatsächlichen Mengenströme weichen stark von der Anlagenauslegung ab. Das hat eine negative Verschiebung der Kosten zufolge. Die Veränderungen des Strompreises von über 260 % in den letzten fünf Jahren erfordert eine Optimierung der Anlage. Die notwendigen Potenziale für die Anpassungen der Verfahrenstechnik sind vorhanden. Hierzu gehören insbesondere die Energieeinsparung im Bereich der Nassoxidation und die Nachrüstung einer Entschwefelungsanlage, um den Biogasertrag merklich zu erhöhen.

Die MBA Südniedersachsen verarbeitet die häuslichen Abfälle von ca. 500.000 Einwohnern aus dem Bereich der Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode am Harz sowie der Stadt Göttingen. Die Anlage wurde mit einer Verarbeitungskapazität von 133.000 Mg pro Jahr ausgelegt.
Die Mengen pro Jahr wurden wie folgt abgeschätzt:
• Organikreiche Abfälle (Hausabfall) 86.000 Mg
• Heizwertreiche Abfälle (Sperr- und Gewerbeabfall) 33.200 Mg
• Altholz
13.800 Mg Mit dem Bau der MBA Südniedersachsen wurde im Jahr 2004 begonnen, der mechanische Anlagenteil wurde im September 2005 in den Betrieb genommen, der biologische Anlagenteil wurde ab Januar 2006 sukzessive in die warme Inbetriebnahmephase überführt. Das Verfahren der Nassoxidation wurde vom Bundesumweltministerium mit rund 2,1 Mio. € gefördert. Am 21.01.2006 platzte ein geschraubter Fermenter aus unerklärlichen Gründen. Die Wucht der Wassermassen von ca. 10.000 cbm und Bauwerkstrümmer zerstörten weitere Behälter und Gebäude der biologischen Anlage. Die eigentliche Schadensursache konnte nicht ermittelt werden.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl. Ing. Michael Rakete

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