Perspektiven der Entsorgungswirtschaft vor dem Hintergrund der rechtlichen Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts

Neben den dringenden Aufgaben des Ressourcen- und Klimaschutzes sowie der schadlosen Beseitigung von Abfällen ist die Versorgung der Industrie mit Sekundärrohstoffen zur zentralen Aufgabe einer modernen Kreislaufwirtschaft geworden. Bedeutende Industriezweige sind schon heute ohne den Beitrag der Sekundärrohstoffwirtschaft nicht mehr vorstellbar, wie z. B. die Papierindustrie, die Stahlindustrie und die Glas- und Kunststoffindustrie. Zunehmend rückt das zentrale Problem der Energieversorgung durch die hochwertige thermische Verwertung von Abfällen in den Blickpunkt.

In den vergangen Jahrzehnten haben sich robuste nationale und internationale Märkte für die klassischen Materialfraktionen, wie Papier, Glas, Metalle und Textilien, herausgearbeitet. Der Wirtschaft stehen anspruchsvolle Technologien zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen, etwa aus Altkunststoffen und Elektronikaltgeräten, zur Verfügung, die eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Aufbereitung der Abfälle gewährleisten.
Erforderlich für eine funktionierende Stoffstromwirtschaft sind gesicherte Stoffströme hinsichtlich der Quantität und vor allem auch der Qualität und eine Steigerung des Einsatzes von heimischen Sekundärrohstoffen in der gewerblichen und industriellen Produktion. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine getrennte Sammlung von den Wertstoffen gegenüber sonstigen, insbesondere
Beseitigungsabfällen in allen Herkunftsbereichen unverzichtbar.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 1,00
Autor: Burkhard Landers

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