Der maximale spezifische Emissionsvolumenstrom von Deponiegas liegt in Abhängigkeit der Größe einer Deponie zwischen etwa 20 und 60 l/m²·h. Danach geht er mehr oder weniger kontinuierlich zurück. Ab einem bestimmten Zeitpunkt nimmt die Methankonzentration ab und es tritt Schwachgas aus einer Mischung von Deponiegas und Luftgasen auf.
Damit verbunden ist eine Methanoxidation an der Oberfläche und im Innern einer Deponie, die den Emissionsvolumenstrom von Deponiegas weiter vermindert. Der Emissionsvolumenstrom könnte aber bereits auch daher zurückgegangen sein, wenn die Deponie infolge einer Oberflächenabdichtung ausgetrocknet ist. Aber auch durch den gezielten Eintrag von Luft könnte in der Deponie eine Methanoxidation beschleunigt bzw. ein anaeroben Abbau unterbunden sein, was die Emission vermindert. Nach anfänglicher Entsorgung durch eine Absaugung und Verbrennung der Deponiegase dürfte die Entsorgung der Deponiegase mittels Methanoxidation in der Rekultivierungsschicht oder in einem Biofilter nach derzeitiger Erkenntnis der letzte Schritt innerhalb der Nachsorgephase sein. Damit könnten die Emissionen unter die Nachweisgrenze abgesenkt werde. Somit besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten, bei abgeschlossenen Deponien die Deponiegasemissionen zu beeinflussen.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | 22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2010 (April 2010) | |
| Seiten: | 11 | |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger | |
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Wie können Setzungen an Deponien sicher gemessen werden?
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2008)
Mit der Entwicklung der Deponietechnik von der „Müllkippe“ in einer alten iesgrube bis zu einem anspruchsvollen Großbauwerk haben sich auch die Anforderungen in die notwendige messtechnische Überwachung gesteigert. Die modernen Deponiebauwerke mit ihren teilweise sehr komplexen und mit dem jeweiligen Stand der Technik gewachsene Aufbau sowie den inzwischen großen Ablagerungsmengen erfordern den Einsatz qualifizierter und angepasster Baumesstechnik. Das besondere an diesen großen Deponien ist, dass sie einen großen und schwer steuerbaren „Bioreaktor“ darstellen. Nur mit einem umfassenden und aussagekräftigen Messprogramm können die umwelt- und klimarelevanten Risiken, die mit solchen Großbauwerken verbunden sind, sicher über sehr lange Zeiträume von der Betriebs- über die Stilllegungs- und der Nachsorgephase kontrolliert und überwacht werden.
Von der Deponie zur integrierten Biogasanlage: Einbeziehung einer Biogasanlage in eine bestehende Deponieinfrastruktur
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Für die Errichtung von Biogasanlagen zur energetischen Verwertung von biogenen Abfällen (Rest- oder Bioabfall) oder gezielt angebauten Energiepflanzen eignen sich zum einen Standorte mit einem jahreszeitlich konstanten Wärmebedarf oder der Möglichkeit des Gasaufbereitung und Einleitung ins Erdgasnetz. Ein Deponiestandort mit der entsprechenden Infrastruktur bietet sich hier in mehrfacher Hinsicht an.
Sickerwasserbehandlung abgeschlossener Deponien im Verbund – Technik, Logistik, Wirtschaftlichkeit
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Die Beendigung der Deponieablagerung und die damit verbundenen Sicherungsmaßnahmen, wie u. a. die Abdeckung, haben eine allmähliche, aber trotzdem merkliche Änderung von Sickerwassermenge und - Beschaffenheit zur Folge. Trotz der Schließung fallen über einen längeren Zeitraum noch erhebliche Sickerwassermengen an. Zwar sind diese Mengen in der Regel geringer als in der Betriebszeit der Deponie und nehmen allmählich ab. Trotzdem ergibt sich für eine beträchtliche Zeit noch ein Behandlungsbedarf, der den Änderungen Rechnung tragen muss.
Deponieabdichtung mittels Photovoltaikanlage
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Die photovoltaische (PV) Energieerzeugung ist eine umwelt- und ressourcenschonende Möglichkeit der Stromerzeugung. Zur Realisierung von Anlagen mit sehr großer Leistung kommen als Standort Freiflächen außerhalb von Gebäuden in Betracht, z.B. Deponien.
Ermittlung von Methankonzentrationen an Deponieoberflächen durch IRLaser-Absorptionsspektrometrie
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2008)
Der Austritt von Deponiegas aus einer Deponienoberfläche ist so zu minimieren, dass keine schädlichen Auswirkungen zu befürchten sind. Um die Umsetzung dieser Forderung der TASiedlungsabfall zu überwachen, wurden seit langem Regeln und Techniken etabliert, wie Emissionen zu mindern und zu messen sind. So ist der Nachweis der „minimalen Emission“ im Rahmen der Fremdüberwachung 2-mal jährlich mittels FID-Rastermessung zu erbringen. Durch die zunehmende Sensibilisierung auf die Emission klimarelevanter Gase stehen nun auch Deponien immer wieder im Blick der Öffentlichkeit.
