In dem bekannt gewordenen Arbeitsentwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) ist in § 6 die Abfallhierarchie der Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL) verankert. Danach ist für die Abfallbewirtschaftung die Rangfolge Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung (inklusive energetische Verwertung und Bergversatz), Beseitigung vorgesehen.
Die stoffliche Verwertung von Bioabfällen fällt unter das „Recycling“, die energetische Verwertung ist gegenüber dem Recycling nachrangig. Wenn diese Rangfolge im Arbeitsentwurf des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetztes (KrWG) so klar verankert wäre, könnte das Thema „energetische versus stoffliche Verwertung“ von Bioabfällen hier bereits beendet sein. Es beginnt hier aber erst. Die Novelle des KrW-/AbfG dient zwar, so die Begrünung, in erster Linie der Umsetzung der europäischen AbfRRL, die die Mitgliedstaaten der EU bis zum 12.12.2010 in nationales Recht überführen müssen. Die Vorgaben der AbfRRL sollen dabei 1:1 ungesetzt werden. Allerdings sollen sie auch „flexibel ausgelegt“ werden können, heißt es in der Begründung.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | 22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2010 (April 2010) | |
| Seiten: | 10 | |
| Autor: | Dr. Bertram Kehres | |
| Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden. | ||
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.
Vergärungsanlagen als Vorschaltanlagen zur Kompostierung Nutzen, energetische und wirtschaftliche Betrachtung
© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (6/2010)
Die Integration einer Vergärungsanlage in eine bestehende Kompostierungsanlage wird derzeit an vielen Standorten geprüft und auch in beachtlicher Anzahl umgesetzt.
Optionen zur Verwertung von Siebresten auf Bio- und Grünabfallkompostanlagen
© HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement (9/2009)
Bei der stofflichen Verwertung von Bioabfall, bzw. der Produktion von Kompost entstehen im Rahmen der Aufbereitung und der Konfektionierung Siebreste. Nach überschlägiger Schätzung liegt der Anteil bei jährlich ca. 800.000 bis 1.000.000 Mg.
Organic waste management in the EC
© Universität Stuttgart - ISWA (11/2008)
It is obligatory for all member states to adopt the guidelines of the EU in their national law. Of special importance are the ordinances for landfilling (1999/31/CE) and incineration (2000/76/CE). Great discrepancies exist with both the stipulation of the limit values and the realisation of a modern waste management.
Synergieeffekte bei der Co-Vergärung mit Klärschlamm oder Gülle
© HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement (9/2008)
Seit Anfang der neunziger Jahre ist eine Intensivierung der Bemühungen zur Co-Vergärung von sowohl flüssigen als auch festen Abfallstoffen in Kläranlagen festzustellen. Der Terminus "Co-Vergärung" bezeichnet dabei allgemein die Mitbehandlung begrenzter Mengen eines Materials in einer Vergärungsanlage, das von den bei der Planung und Genehmigung der Anlage vorgesehenen Substraten abweicht. In der Praxis handelt es sich vor allem um die gemeinsame Vergärung des Basissubstrats Klärschlamm (bzw. in landwirtschaftlichen Biogasanlagen Gülle) mit einem oder mehreren flüssigen oder festen biogenen Abfallstoffen als Co-Substrat.
