Bei einer Teilstromvergärung wird nur ein Teil des angelieferten Abfalls der Vergärung zugeführt, der restliche Teil geht den Weg zu einer (bestehenden) Kompostierungsanlage. Die Aufteilung erfolgt so, dass die eher nassen energiereichen Abfälle abgetrennt und der Vergärung zugeführt werden. Die Separierung geschieht in der Aufbereitungsanlage durch die Auswahl entsprechender Siebfraktionen oder direkt bei der Anlieferung. Nach der Vergärung wird der Gärrest ebenfalls der Kompostierung zugeführt.
Die aktuellen Entwicklungen der Axpo Kompogas AG fokussieren sich auf die wachsende Nachfrage der Nachrüstung bestehender Kompostwerke mit einer Vergärungsanlage. Durch die kompakte Bauweise lässt sich ein Kompogas Vergärungsmodul einfach in bestehende Konzepte integrieren und durch den Betrieb als Teilstromvergärung die Invest- und Betriebskosten wesentlich reduzieren. Hier ist vor allem der abwasseroptimierte Betrieb zu sehen. Als Anlagenkonzepte sollen hier vor allem die Bioabfall-Vergärungsanlage der Wetterauer Entsorgungsanlagen GmbH und die im Bau befindliche Teilstromvergärung der Kompostwerk Warendorf GmbH vorgestellt werden.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | 22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2010 (April 2010) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Rene Leisner | |
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Sortenreinheit von Bioabfällen und Komposten
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2024)
Die Menge an produziertem Kompost aus Anlagen, die einer RAL-Gütesicherung unterliegen, konnte in den letzten Jahrzehnten zunehmend gesteigert und im Vergleich zum Jahr 2000 auf über 4 Mio. Tonnen verdoppelt werden. Jedoch gab es im Jahr 2022 einen Rückgang bei den angelieferten Mengen, vor allem beim Grüngut, sodass trotz steigender Anlagenzahlen der Input für die Kompostierung um 700.000 Tonnen gesunken ist.
DeSort - Störstoffmanagement in biogenen Abfällen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Kompost aus biogenen Abfällen ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Böden in Europa. Aufgrund von Fehlwürfen in die Bioabfallsammlung wird jedoch das Ausgangsmaterial für qualitativ hochwertigen Kompost mehr oder weniger stör-stoffbehaftet. Ein großes Problem entsteht durch die Verwendung von nicht-abbaubaren aber auch biologisch abbaubaren Kunststoffsäcken, die zur Entsorgung von in Haushalten anfallenden biogenen Abfällen verwendet werden. Zusätzlich ge-langen unterschiedlichste Kunststoffteile, meist in Form von Verpackungsmateria-lien, durch den Verbraucher in die Bioabfallsammlung, Metalle und Glas rangieren weit dahinter. Im Projekt „DeSort“ werden Grundlagen für die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgestützte Sortierung (Sorting) von Störstoffen in biogenen Abfällen erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahr-zeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlwürfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert.
Qualität von Siebüberläufen aus Kompostierungsanlagen und Verwertungsoptionen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Vor dem Hintergrund zunehmender Siebrestmengen und steigender Entsorgungskosten in Biogutbehandlungsanlagen wurden Sortieranalysen von Siebresten aus verschiedenen Anlagen sowie eine Befragung von Anlagenbetreibern durchgeführt.
MBT Larnaka, Cyprus – Waste Treatment Technology from Komptech
© Wasteconsult International (5/2011)
The MBT Larnaka has been set in operation in April 2010. The plants capacity is 200.000 t per year. The main purpose of the MBT is the reduction of landfill emissions from untreated municipal solid waste.
Reife von Grüngutkomposten als zentraler Qualitätsparameter für die Erdenindustrie – Stand und Perspektiven für die Gütesicherung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Einsatz von vor allem Grüngutkomposten als Torfersatz in Blumenerden für den Hobbygartenbau ist in den letzten zehn Jahren auf mittlerweile ca. 1,7 Mio. m³ (2024) gestiegen. Hingegen werden in Kultursubstraten für den Erwerbsgartenbau noch durchschnittlich 65 % Torf und nur sehr wenig Kompost eingesetzt. F u. E-Projekte, wie TerÖko, haben gezeigt, dass auch in diesem sehr anspruchsvollen Anwendungsbereich Grüngutkomposte sicher und mit Erfolg eingesetzt werden können, wenn sie professionell hergestellt und sorgfältig gütegesichert werden.
