Bioenergetische Nutzung von Presssäften aus Grünlandsilagen extensiver Standorte

Im Hinblick auf einen global wachsenden Energieverbrauch bei gleichzeitiger Verknappung fossiler Energieträger sowie einem Anstieg weltweiter CO2-Emissionen und dem damit verbundenen anthropogen bedingten Klimawandel besteht höchste Dringlichkeit für eine Wende hin zu einer nachhaltigen, umweltschonenden Energieversorgung. Energie aus Biomasse kann dabei einen erheblichen Beitrag leisten.

Presssäfte aus Grünlandsilagen extensiver Standorte wurden nach dem an der Universität Kassel entwickelten Konzept „Integrierte Produktion von Strom und Festbrennstoff aus Silage" (IPFS) bei Gärversuchen im Batch-Verfahren eingesetzt. Methanausbeuten von 300 bis 530 lN CH4/kg oTS+FOS wurden bei Verweilzeiten von unter 14 Tagen erzielt. Diese wurden tendenziell durch eine der Abpressung vorgeschalteten Maischung der Silage bei Temperaturen von 60 bzw. 80 °C erhöht. Vergleiche der Methanausbeuten mit Presssäften aus Grünlandsilage intensiver Bewirtschaftung sowie mit den Ausgangsmaterialien der Presssäfte zeigten eine Ebenbürtigkeit bzw. deutliche Überlegenheit der hier untersuchten Presssäfte in Bezug auf ihre Qualität als Gärsubstrat.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 20. Kasseler Abfallforum-2008 (April 2008)
Seiten: 11
Preis: € 5,50
Autor: Dr. Felix Richter
Dr. Rüdiger Graß
Dipl.-Ing. Walter Zerr
Prof. Dr. Michael Wachendorf

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