Restmüll-/LVP-Versuche in Rheinland-Pfalz – Perspektiven für die Abfallwirtschaft

Die Diskussion darüber, ob unter Einsatz modernster Sortiertechnik die Getrenntsammlung der Leichtverpackungs-Fraktion entbehrlich sein könnte, hat das rheinland- pfälzische Umweltministerium und die DSD AG dazu veranlasst, in einem Modellversuch der Frage nachzugehen, ob die Technik der Trockenstabilisierung von Restmüll, gekoppelt mit modernen Sortiereinrichtungen, die gemeinsame Erfassung der LVP-Fraktion und des Restmülls ohne ökologische und ökonomische Nachteile sowie ohne Beeinträchtigung der Verwertungsziele der Verpackungsverordnung erlauben könnte.

Dieser Frage wurde unter Verwendung der Abfälle aus zwei Testgebieten nachgegangen: dem Westerwaldkreis sowie der Stadt Trier und dem Landkreis Trier- Saarburg. Diese beiden Testgebiete unterscheiden sich insoweit, als im Westerwaldkreis flächendeckend die Biotonne im Einsatz ist, im Bereich Trier jedoch nicht. Behandelt wurden die Abfälle im Trockenstabilatwerk im Westerwaldkreis und in der LVP-Sortieranlage in Trier. Die operative Phase des Projekts begann im Frühjahr 2004. Die praktische Durchführung oblag dem Witzenhausen-Institut und der HTP Ingenieurgesellschaft, eine Betrachtung der ökonomischen Seite erfolgte durch das Institut für Umweltökonomie von Prof. Wöbbeking in Mainz.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 17. Kasseler Abfallforum-2005 (Mai 2005)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: MinDirig. a. D. Prof. Dr. Gottfried Jung

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