Schäden an feuerfesten Zustellungen in kommunalen Müllverbrennungsanlagen

Die feuerfeste Zustellung ist gleichsam das Rückgrat der thermischen Entsorgung. Trotz ihrer so immensen Bedeutung wird sie jedoch häufig übersehen, missverstanden, falsch behandelt und über- oder unterschätzt.

Das hat Zeit-, Produktions- und Kapitalverluste zur Folge, von denen die meisten absolut unnötig und vermeidbar sind. Die Qualität feuerfester Zustellungen ist ein entscheidendes Maß für die Verfügbarkeit der Anlagen. Ein billiges, nicht dem Stand der Technik entsprechendes Material- und Designengineering kann zu einer worstcase-Situation mit kostenträchtigen, personellen oder gar tragischen Konsequenzen führen. Abgesehen von erhöhten Unfallrisiken verursacht die billig eingekaufte feuerfeste Zustellung Kosten, die meist ein Mehrfaches vom eingesparten Kapital betragen.
Wird davon ausgegangen, dass im Mittel etwa 5 % der Gesamtkosten einer wärmetechnischen Anlage auf den Feuerfestpart entfallen, so wird noch deutlicher, wie widersinnig häufig solche Einsparungen sind. Was nützt es dem Anlagenbauer und dem Betreiber, wenn durch Gewährleistungsvereinbarungen zwar die Behebung der Mängel sichergestellt ist, jedoch die Folgeschäden, der Verlust der Verfügbarkeit und die Kosten durch verspätete Übergabe selbst getragen werden müssen?



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Optimierung der
Abfallverbrennung 1 (2004) (März 2004)
Seiten: 26
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Peter Frühauf

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