
Die nachfolgenden Ausführungen betrachten die aktuelle Situation zur Korrosion in bayerischen Müllverbrennungsanlagen praxisnah in Bezug auf Phänomene, Intensität und Schadensarten der Korrosion, sowie in Bezug auf abwehrende und vermeidende Maßnahmen, die den Betreibern der Müllverbrennungsanlagen zur Verfügung stehen
Dem Beitrag liegen Forschungsarbeiten, Gutachten und betriebsbegleitende Untersuchungen der CheMin GmbH zugrunde. Der Begriff Korrosion wird hier ausschließlich im Kontext von abgasseitiger Dampferzeugerkorrosion verwendet. Die abgasseitige Dampferzeugerkorrosion bedingt, dass die Nutzungskapazität von Werkstoffen in Müllverbrennungsanlagen weniger durch schleichende Alterungsvorgänge begrenzt wird, sondern durch direkten zerstörenden Angriff.
Die Fracht an Salzen im Abgas, die Anteile an bestimmten Chlor- und Schwefelverbindungen und deren Verhältnisse zueinander spielen dabei eine wichtige Rolle. Zudem sind auch die stofflichen Prozesse in den Belägen auf den Wärmetauscherflächen von großer Bedeutung – Entmischung, Kornvergröberung, Schmelzenbildung, Sublimation, Gaswegsamkeit/offene Porosität, sowie Partialdrücke von Sauerstoff, Chlor und Schwefel –, weswegen auch die Partikelfracht im Abgas und die lokalen Strömungsverhältnisse wesentliche Faktoren für den Ablauf der jeweiligen Korrosionsvorgänge darstellen. Diese Zustände werden vor allem durch Brennstoff, Feuerung und Wärmeabbau vorgegeben oder wesentlich beeinflusst.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Optimierung der Abfallverbrennung 1 (2004) (März 2004) | |
| Seiten: | 20 | |
| Autor: | Dr. Wolfgang Spiegel Dipl.-Geol. Werner Schmidl Dr. rer. nat. Thomas Herzog | |
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Verbrennung von Altholz, Altmöbeln und Sperrmüll – kombiniert mit stofflicher Nutzung –
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (4/2004)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit seiner Vergütung für Strom aus Biomasse und die Altholzverordnung werden die energetische Nutzung von Holz, speziell von Altholz, stark beeinflussen.
Thermische und mechanische Beanspruchung von Feuerfestmaterialien in Müllverbrennungsanlagen
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (4/2004)
Keramische Feuerfestprodukte werden seit sehr langer Zeit bei der Rohstoffgewinnung und bei Hochtemperaturprozessen eingesetzt.
Praktische Maßnahmen zur Korrosionsminderung in Müllverbrennungsanlagen
© Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban (7/2001)
Die metallischen Werkstoffe der Wärmetauscherflächen in MVA´s (Verdampfer und Überhitzer) erleiden unter den Betriebsbedingungen der heute üblichen Brennstoffe in zunehmendem Maße eine dynamische Reduzierung ihrer Lebenserwartung (Nutzungskapazität) aufgrund von Korrosionsprozessen. Die absehbaren Entwicklungen am Abfallmarkt lassen für die Zukunft eher eine Verschärfung dieser Probleme erwarten.
Eignung und notwendige Nachrüstung von MBA zur Verbesserung der Brennstoffqualität
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung wurde ursprünglich mit der Zielsetzung eingeführt, eine technische Alternative zur thermischen Abfallbehandlung zu bieten. Der Entwicklungsschwerpunkt lag bei dieser Technologie im Bereich der Abfall Stabilisierung. Hier galt es, die anspruchsvollen Kriterien der Technischen Anleitung Siedlungsabfall zu erfüllen, nach denen vorbehandelter Restabfall ohne weitere Nachsorgeerfordernis dem Endzeitlager Deponie übergeben werden kann.
Konzepte zum Deponiebetrieb mit MBA-Output
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Mit dem Erlass der Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV) vom 20.02.2001 wurden als Behandlung vor der Deponierung von Siedlungsabfällen neben den Müllverbrennungsanlagen auch die mechanisch-biologischen Anlagen (MBA) zugelassen. Über den Einbau mechanisch- biologisch vorbehandelter Restabfälle (MBA-Abfälle) in Deponien liegen bisher kaum praktische Erfahrungen vor. Mit der Inbetriebnahme der geplanten bzw. in Bau befindlichen MBA`n müssen entsprechende Deponieabschnitte zur Ablagerung von MBA-Abfällen in absehbaren Zeiträumen hergerichtet werden und in Betrieb gehen.
