Korrosion in bayerischen Müllverbrennungsanlagen – Bewertung von Korrosionsprozessen als Bestandteil einer vorausschauenden Instandhaltung –

Die nachfolgenden Ausführungen betrachten die aktuelle Situation zur Korrosion in bayerischen Müllverbrennungsanlagen praxisnah in Bezug auf Phänomene, Intensität und Schadensarten der Korrosion, sowie in Bezug auf abwehrende und vermeidende Maßnahmen, die den Betreibern der Müllverbrennungsanlagen zur Verfügung stehen

Dem Beitrag liegen Forschungsarbeiten, Gutachten und betriebsbegleitende Untersuchungen der CheMin GmbH zugrunde. Der Begriff Korrosion wird hier ausschließlich im Kontext von abgasseitiger Dampferzeugerkorrosion verwendet. Die abgasseitige Dampferzeugerkorrosion bedingt, dass die Nutzungskapazität von Werkstoffen in Müllverbrennungsanlagen weniger durch schleichende Alterungsvorgänge begrenzt wird, sondern durch direkten zerstörenden Angriff.
Die Fracht an Salzen im Abgas, die Anteile an bestimmten Chlor- und Schwefelverbindungen und deren Verhältnisse zueinander spielen dabei eine wichtige Rolle. Zudem sind auch die stofflichen Prozesse in den Belägen auf den Wärmetauscherflächen von großer Bedeutung – Entmischung, Kornvergröberung, Schmelzenbildung, Sublimation, Gaswegsamkeit/offene Porosität, sowie Partialdrücke von Sauerstoff, Chlor und Schwefel –, weswegen auch die Partikelfracht im Abgas und die lokalen Strömungsverhältnisse wesentliche Faktoren für den Ablauf der jeweiligen Korrosionsvorgänge darstellen. Diese Zustände werden vor allem durch Brennstoff, Feuerung und Wärmeabbau vorgegeben oder wesentlich beeinflusst.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Optimierung der
Abfallverbrennung 1 (2004) (März 2004)
Seiten: 20
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Wolfgang Spiegel
Dipl.-Geol. Werner Schmidl
Dr. rer. nat. Thomas Herzog

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