
Mit dem 1. Juni 2005 soll eine neue Epoche der Abfallwirtschaft beginnen; ab diesem Datum dürfen unbehandelte Abfälle nicht mehr abgelagert werden, sofern sie den Kriterien der Abfallablagerungsverordnung nicht entsprechen.
Dies bedeutet insbesondere für Haus- und Sperrmüll sowie für die meisten Gewerbeabfälle, dass sie vor ihrer Ablagerung behandelt werden müssen. Dies war zwar seit Inkrafttreten der Technischen Anleitung Siedlungsabfall prinzipiell bekannt, doch konnten die Grenzwerte für die Ablagerung von Siedlungsabfällen nur mit der Verbrennung erreicht werden. Der Widerstand gegen die Verbrennung in einigen gesellschaftlichen Gruppen ermutigte einige Wissenschaftler und Industrieunternehmen zur Entwicklung alternativer Verfahren, insbesondere von unter dem Oberbegriff mechanisch-biologische Abfallbehandlung zusammengefassten Verfahren.
Diese Verfahren weisen hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit sehr unterschiedliche Standards auf. Sehr beliebt waren die Endrotteverfahren ohne Erfassung der Emissionen in die Luft – Abgas – und in den Boden und weiterhin ins Grundwasser – Sickerwasser – und ohne Herstellung von nennenswerten Mengen an verwertbarem Material. Mit diesen Verfahren konnten auch nicht annähernd die Grenzwerte der Technischen Anleitung Siedlungsabfall für die Ablagerung erreicht werden.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Optimierung der Abfallverbrennung 1 (2004) (März 2004) | |
| Seiten: | 72 | |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Karl J. Thomé-Kozmiensky | |
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Energetische Verwertung heizwertreicher Fraktionen aus gemischten Siedlungsabfällen - Konzeptionen und Kosten
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (6/2002)
Als Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Restabfallbehandlungskonzeption wurden im Auftrag der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) verschiedene Varianten der Vorbehandlung untersucht, die in einen umfassenden Konzeptvergleich einflossen.
Eine dieser Varianten ist die Herstellung von Brennstoffen aus Abfall, die über zwei Grund-Verfahren erfolgen kann:
• mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA), bei der aus der Absiebung des Roh-Abfalls eine heizwertreiche Fraktion als Siebüberlauf gewonnen werden kann;
• mechanisch-biologische Stabilisierung (MBS), bei der der Abfall zunächst biologisch getrocknet und nachfolgend zu einem heizwertreichen, sogenannten Trockenstabilat aufgearbeitet wird.
Entsorgung nicht verwertbarer Outputströme der MBA in die MVA
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In wenigen Monaten beginnt ein neues Zeitalter in der Abfallwirtschaft. Die Diskussion wird beherrscht durch die Frage - reichen die Entsorgungskapazitäten? Aber auch andere Aspekte werden an Bedeutung gewinnen. Die LAGA [1] hat ermittelt, dass in 2005 eine gesicherte Behandlungskapazität bei MVA´n und MBA´n i.H.v. 22,6 Mio. t zur Verfügung stehen. Dies würde ausreichen, um Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle zur Beseitigung i.H.v. 20,4 Mio. t zumindest rein rechnerisch aufzunehmen. Berücksichtigt man hingegen auch die Abfälle aus anderen Abfallbehandlungsanlagen (Sortier- und Aufbereitungsanlagen, Kompostwerke), nicht mehr ablagerungsfähige produktionsspezifische Abfälle und das weite Feld der Ersatzbrennstoffe, können an der Entsorgungssicherheit Zweifel aufkommen.
Entwicklung der Sekundärbrennstoffqualitäten – Erweiterung der Qualitätsklassen des RAL-GZ 724
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Heute beeinflussen vor allen Dingen zwei umweltpolitische Ziele die Herstellung und den Einsatz von Sekundärbrennstoffen. Da ist zum Einen das abfallwirtschaftliche Ziel der Bundesregierung: Beendigung der Ablagerung unbehandelter Abfälle ab dem 01.06.2005. Alle erstellten Abfallmengen- und -entsorgungsszenarien gehen je nach Art der berücksichtigten Abfallströme von einer Deckungslücke aus.
Recovery and Recycling Paths of Biodegradable Polymer Packaging - Case Study Kassel City -
© Bauhaus-Universität Weimar - Professur für Abfallwirtschaft (4/2005)
As a result of intensive sponsorship and both scientific and commercial research efforts, biologically degradable polymers (BDP) have been developed in the last few years to be ready for practical utilisation. The application of BDP for packaging purposes was considered to be the most practical area for their use.
Manche mögen’s heiß - Polyphenylensul.d (PPS) als Linerwerkstoff für GFKRohrleitungssysteme im industriellen Anlagenbau
© Vulkan-Verlag GmbH (8/2004)
Der vorliegende Artikel fasst den derzeitigen Entwicklungsstand eines völlig neuartigen Rohrleitungssystems auf der Basis einer unverstärkten Polyphenylensulfid (PPS) Linerauskleidung und einem fest verbunden Traglaminat aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für den Chemie Anlagenbau zusammen.
