Kann die Extensivierung der Gewässerunterhaltung langfristig die Biodiversität und den ökologischen Zustand von Fließgewässern verbessern? Ein Vergleich unterschiedlicher Unterhaltungskonzepte in der Stadt Braunschweig zeigt positive Effekte extensivierter Unterhaltung auf das Makrozoobenthos.
Ökologische Verbesserung von Fließgewässern mit ihren lebensraumtypischen Artengemeinschaften ist das primäre Ziel der EGWasserrahmenrichtlinie (WRRL). Leitfäden geben konkrete Handlungsempfehlungen, wie dieses Ziel durch Anpassung von Unterhaltungsmaßnahmen erreicht werden kann. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören die Reduzierung der Unterhaltung auf das notwendige Minimum durch verringerte Mahdhäufigkeit, abschnittsweise Mahd oder Ersetzen vollständiger Sohlkrautungen durch Stromstrichmahd, dieFörderungder eigendynamischen Entwicklung durch Tolerieren oder Etablieren von nicht abflussgefährdenden Strukturen im Gewässer und die Wahl optimaler Zeiträume zur schonenden Gewässerunterhaltung.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasser und Abfall 10 (Oktober 2024) | |
| Seiten: | 8 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dr. Diana Goertzen Prof. Dr. Frank Suhling | |
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Ethohydraulische Untersuchungen zur Passierbarkeit des Wendelfischpasses
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2024)
Der kompakte und modular aufgebaute Wendelfischpass (WFP) soll sowohl den Fischauf- als auch den Fischabstieg auf engstem Raum ermöglichen. Um das Konzept als Ergänzung zum Stand der Technik zu untersuchen, wurden neben hydraulischen Laborstudien in Zusammenarbeit mit Fischökologen des Instituts für angewandte Ökologie GmbH im Technikumsmodell des WFP an der TU Darmstadt ethohydraulische Tests zur Passierbarkeit sowie dem Bewegungsverhalten von eingesetzten Wildfischen durchgeführt.
Die Bedeutung der Erschließung bundesweiter Potenziale zur naturnahen Auenentwicklung
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Natürliche und naturnahe Gewässer und ihre Auen bilden eine ökologische Einheit, die eine Vielzahl wertvoller Ökosystemleistungen erbringt. Der voranschreitende Biodiversitätsverlust und der Klimawandel verstärken den Bedarf an natürlichen bzw. naturnahen Auen, denn sie sind wahre Zentren der Biodiversität und zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Rezente Auen, die noch mit dem Fluss verbunden und nicht durch Deiche abgetrennt sind, tragen zudem zum natürlichen Hochwasserschutz bei.
Autonomous Vehicles in der Hydrometrie - Ein Erfahrungsbericht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2023)
Verlässliche hydrometrische Messungen bilden in der Regel die Grundvoraussetzung für wasserwirtschaftliche sowie wasserbauliche Bemessungsaufgaben und dienen außerdem der Beurteilung ökologischer Entwicklungen. Je umfangreicher und verlässlicher ein erhobener Datensatz ist, desto präziser und ressourcenschonender können Bemessungswerte ermittelt und Bewirtschaftungsregeln erstellt werden. Morgenschweis weist darauf hin, dass es für eine zukunftsweisende Wasserbewirtschaftung unerlässlich ist, über möglichst zuverlässige Datensätze zu verfügen.
Die Niedrigwasserrisikoanalyse als ein Instrument für das Niedrigwasserrisikomanagement
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2023)
Die Niedrigwasserereignisse der letzten Jahre machen die Notwendigkeit eines Niedrigwasserrisikomanagements deutlich. Im Forschungsprojekt DryRivers wird daher ein Werkzeug zur Unterstützung des Niedrigwasserrisikomanagements entwickelt. Vorgestellt werden die mplementierten Ansätze.
Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
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Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?
