Der Biber ist in Europa wieder heimisch geworden. Neben positiven Effekten seiner Ansiedlung sind Herausforderungen im Zusammenspiel zwischen seinen Bedürfnissen sowie der anthropogen überprägten Kulturlandschaft und deren Nutzung zu lösen. Das ist möglich.
Der Europäische Biber (Castor fiber) ist ein Mitglied der Familie der Biber aus der Ordnung der Nagetiere und somit verwandt mit Eichhörnchen, Mäusen, Hamstern, Stachelschweinen oder Murmeltieren. Während es früher zahlreiche Vertreter innerhalb dieser Familie gab, darunter die sogenannten Riesenbiber (welche größer und schwerer als Schwarzbären waren) existieren heute nur noch zwei Arten: Der Europäische Biber sowie der Kanadische Biber (Castor canadensis). Gemeinsam sind die beide Biberarten nach dem Wasserschwein (Hydrochoerus hydrochaeris) die größten heute noch lebenden Nagetiere (20 – 35 kg) – die europäische Art ist somit das größte Nagetier Europas.
Äußerlich sind beide Arten kaum voneinander zu unterscheiden, auch bei der Lebensweise und dem Verhalten gibt es keine Unterschiede – beide Biberarten sind als „Architekten und Ingenieure des Tierreichs“ bekannt und berüchtigt. Maßgeblich für die Anerkennung des Artstatus ist die unterschiedliche Chromosomenzahl (48 beim Europäischen, 40 beim Kanadischen) – beide Arten können sich untereinander trotz all ihrer Gemeinsamkeiten nicht kreuzen und erst ein DNATest gibt Gewissheit.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 10 (Oktober 2024) | |
| Seiten: | 7 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Kevin Jans | |
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