Die Trinkwassertalsperre Saidenbach (Erzgebirgskreis) wurde zwischen 1929 und 1933 nordöstlich von Pockau-Lengefeld gebaut und erfüllt vornehmlich Aufgaben der Trinkwasserversorgung der Stadt Chemnitz. Sie ist mit 58,50 m Bauwerkshöhe die vierthöchste Staumauer Sachsens und staut den Saidenbach zu einem Stausee mit 22,36 Mio. m³ Inhalt mit einer Wasserfläche von 146 ha auf. Gemeinsam mit den Talsperren Neunzehnhain 1 und 2 sowie der Talsperre Einsiedel stellt die Talsperre Saidenbach Rohwasser für das Wasserwerk Einsiedel bereit, das Trinkwasser für die Bevölkerung nach Chemnitz und Südsachsen liefert.
Zur Gewährleistung von Betriebs- und Standsicherheit sind die Stauanlagen der Talsperre Saidenbach regelmäßig zu prüfen. Speziell ausgebildete VFIB-Sachverständige wurden mit der Prüfung aller Anlagenteile als integrierte, handnahe Hauptprüfung nach DIN 1 076 beauftragt. Die Luftseite wurde mittels Höhenarbeiter, die Wasserseite mittels Wissenschaftlicher Taucher vollflächig auf Schäden kartiert. Die systematische Analyse aller Bauwerksteile ermöglicht es, das komplexe Bauwerk in seiner Gesamtheit zu erfassen und zu bewerten. Alle Daten wurden zu einem digitalen Modell vereint, um die Schadensbereiche und -ausprägungen darzustellen. Der zusammenfassende Bauzustandsbericht hilft, Maßnahmen für Instandsetzungen und Reparaturen abzuleiten.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft Heft 10 (Oktober 2024) | |
| Seiten: | 5 | |
| Autor: | Richard Stanulla steffen Hein Judy Adamek Dipl.-Ing. Christian Schmutterer | |
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Herausforderungen beim Betrieb von Stauanlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2024)
Die Fläche der Bundesrepublik Deutschland ist entsprechend der
Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in neun Flussgebietseinheiten
eingeteilt. Diese sind Donau, Eider, Schlei bzw. Trave, Warnow
bzw. Peene, Elbe, Ems, Weser, Rhein und Maas. Diese Hauptflüsse
mit ihren Zuläufen sind in Deutschland vielseitig genutzte
und ausgebaute Gewässer.
Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Öl-Havarie an der Wupper-Talsperre - Erfahrungen und Erkenntnisse
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Am 14.07.2021 kam es aufgrund von ergiebigen Niederschlägen zu einem extremen Hochwasserereignis in Teilen von Westdeutschland. Dabei wurde auch das Einzugsgebiet der Wupper schwer getroffen. Im Fokus der sich aus den Niederschlägen ableitenden Abflussereignisse stand vor allem die Wupper- Talsperre. Die Hauptfunktion dieser Anlage ist der Hochwasserschutz für die Städte Wuppertal, Solingen, Leichlingen und Leverkusen.
Dammbruchanalyse an der Hillebachtalsperre
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Dammbrüche sind ein seltenes Ereignis. Gleichwohl ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass unwahrscheinlich nicht gleich unmöglich ist. In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Versagensereignissen. Allein im Jahr 2023 sind zwei große Katastrophen zu verzeichnen, die das Schadenspotenzial und damit die Gefahren für die Gesellschaft bei einem Stauanlagenversagen aufzeigen. Im Juni war der Kachowka-Damm Ziel eines Angriffs im Rahmen des Ukrainekrieges und das Absperrbauwerk versagte.
Stark unterschiedliche Starkregengefahrenkarten nach den Leitfäden der Länder
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In den zurückliegenden Jahren haben Starkniederschläge schwere Überflutungen mit erheblichen Sachschäden und sogar Todesfällen verursacht. Mehrere Bundesländer haben Vorgehensweisen zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten entwickelt und diese in Leitfäden veröffentlicht. Im Regelfall wird die Erstellung von Starkregengefahrenkarten nach diesen Leitfäden gefördert, wodurch mittlerweile zahlreiche Kommunen Karten erstellt haben.
