Hydraulische Untersuchungen im Beckenübergang von Beckenschlitzpässen bei variabler Wandstärke und Rauheit

Der Beckenschlitzpass oder technische Beckenpass (TB) stellt im Wesentlichen eine Adaptierung des naturnahen Beckenpasses (NB) dar, welche eine exakte Bemessung und Ausführung dieser Fischaufstiegsanlage (FAA) sicherstellt. Die naturnahe Variante des Beckenpasses wird im österreichischen Fischaufstiegshilfen-Leitfaden (FAH-Leitfaden) [1] beschrieben und ist als eine mit naturnahen Materialien - im wesentlichen Wasserbausteine - zu errichtende FAA zu verstehen.

Mit der Zielsetzung, die Fließgeschwindigkeitsverteilung im Beckenübergang für die Fischpassage zu optimieren, wurden hydraulische Untersuchungen bei unterschiedlicher Sohlenrauheit und variabler Stärke der Trennwand an Beckenschlitzpässen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Sohlenrauheit keinen Einfluss auf die Fließgeschwindigkeitsverteilung im Beckenübergang hat. So konnte auch in Bodennähe keine Reduktion der Fließgeschwindigkeit bei Erhöhung der Rauheit abgeleitet werden. Auch Störsteinanordnungen und die Veränderung der Wandstärke ließen keinen signifikanten Einfluss auf die Fließgeschwindigkeitsverteilung im Beckenübergang ableiten. Reduzierte Fließgeschwindigkeiten in Sohlennähe sind nur durch eindimensionale Messungen hinter Störsteinen zu erklären und weisen auf erhöhte Turbulenzen in diesen Bereichen hin.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft Heft 04 (April 2024)
Seiten: 7
Autor: DDipl.-Ing. Dr. techn Georg Seidl
Dipl.-Ing. David Derflinger
Dipl.-Ing. Dr. Josef Schneider

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