Entwicklung eines Masterplans für die Einzugsgebiete von Inde und Vicht zur Verbesserung der Hochwasserresilienz

Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat auch das Einzugsgebiet der Gewässer Inde und Vicht enorm getroffen. Der Wasserverband Eifel-Rur hat daraufhin zusammen mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University einen Masterplan entwickelt, um die Hochwasserresilienz im Einzugsgebiet dieser Gewässer zu verbessern. Zahlreiche Fachexperten aus unterschiedlichen Disziplinen sowie detaillierte Ortskenntnisse besitzende kommunale Vertreter und Behördenvertreter wurden dabei eingebunden. Weitere Masterpläne für andere Einzugsgebiete im Verbandsgebiet folgen der geschilderten Vorgehensweise.

Der Wasserverband Eifel Rur (WVER) ist ein sondergesetzlicher Wasserverband in Nordrhein-Westfalen. Das Verbandsgebiet umfasst das in Nordrhein-Westfalen gelegene oberirdische Einzugsgebiet der Rur von Heinsberg im Norden bis Hellenthal im Süden und von Aachen im Westen bis Düren im Osten. Die Aufgaben des WVER reichen von der Abwasserreinigung der im Verbandsgebiet anfallenden Abwässer über die Gewässerunterhaltung sowie die Wiederherstellung naturnaher Verhältnisse an den Gewässern, den Hochwasserschutz bis hin zur Verstetigung des Wasserflusses in den durch Talsperren regulierten Gewässerabschnitten. Von den zahlreichen der Rur zufließenden Nebengewässern haben Inde und Vicht, die ein Teileinzugsgebiet der Inde darstellen, für diesen Beitrag eine herausgehobene Bedeutung. Die durch das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University (IWW) der RWTH Aachen University betriebene Forschung konzentriert sich auf die drei  Forschungsschwerpunkte  „Morphodynamik und Sedimente“, „Energie und Umwelt“ und „Küste und Hochwasser“. In letzterem bearbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IWW nationale sowie internationale Projekte zur angewandten Forschung wie auch zur Grundlagenforschung in den Bereichen Hochwasserrisikomanagement, Starkregen, Sturmflut- und Tsunamischutz sowie „naturebased solutions“. Das Institut kann auf eine Jahrzehnte lange Erfahrung sowie eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte in diesen Themenfeldern zurückblicken.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11 (November 2022)
Seiten: 6
Autor: Dr. Ing. Martin Kaleß
Dr. Ing. Joachim Reichert
Dr.-Ing. Gerd Demny
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf
Elena-Maria Klopries

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Öl-Havarie an der Wupper-Talsperre - Erfahrungen und Erkenntnisse
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2025)
Am 14.07.2021 kam es aufgrund von ergiebigen Niederschlägen zu einem extremen Hochwasserereignis in Teilen von Westdeutschland. Dabei wurde auch das Einzugsgebiet der Wupper schwer getroffen. Im Fokus der sich aus den Niederschlägen ableitenden Abflussereignisse stand vor allem die Wupper- Talsperre. Die Hauptfunktion dieser Anlage ist der Hochwasserschutz für die Städte Wuppertal, Solingen, Leichlingen und Leverkusen.

Stark unterschiedliche Starkregengefahrenkarten nach den Leitfäden der Länder
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2024)
In den zurückliegenden Jahren haben Starkniederschläge schwere Überflutungen mit erheblichen Sachschäden und sogar Todesfällen verursacht. Mehrere Bundesländer haben Vorgehensweisen zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten entwickelt und diese in Leitfäden veröffentlicht. Im Regelfall wird die Erstellung von Starkregengefahrenkarten nach diesen Leitfäden gefördert, wodurch mittlerweile zahlreiche Kommunen Karten erstellt haben.

Innovative Methoden der Bauwerksprüfung am Beispiel integrierter Untersuchungen an Stauanlagen der Talsperre Saidenbach
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2024)
Die Trinkwassertalsperre Saidenbach (Erzgebirgskreis) wurde zwischen 1929 und 1933 nordöstlich von Pockau-Lengefeld gebaut und erfüllt vornehmlich Aufgaben der Trinkwasserversorgung der Stadt Chemnitz. Sie ist mit 58,50 m Bauwerkshöhe die vierthöchste Staumauer Sachsens und staut den Saidenbach zu einem Stausee mit 22,36 Mio. m³ Inhalt mit einer Wasserfläche von 146 ha auf. Gemeinsam mit den Talsperren Neunzehnhain 1 und 2 sowie der Talsperre Einsiedel stellt die Talsperre Saidenbach Rohwasser für das Wasserwerk Einsiedel bereit, das Trinkwasser für die Bevölkerung nach Chemnitz und Südsachsen liefert.

Anforderungen an die Vorbereitung der Verwaltung in Krisenlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2024)
Sich teilweise überlagernde Ausnahmesituationen wie außergewöhnliche Naturereignisse, Fluchtmigration oder auch Wellen der COVID-19-Pandemie sind durchaus nicht selten und stellen insbesondere die Leistungsfähigkeit von (Kommunal-)Verwaltungen immer wieder auf die Probe.

Zur Machbarkeit eines Tunnels zur Hochwasserentlastung von der Ahr in den Rhein
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2024)
Das Juli-Hochwasser 2021 in Mitteleuropa verursachte in Deutschland Schäden von ca. 32,7 Mrd. € und es sind über 180 Menschen gestorben. Neben den zahlreichen Toten wurden Wohnhäuser und große Teile der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten stark beschädigt oder sogar vollständig zerstört.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...