Wasserwirtschaftliche Herausforderungen zur Klimaanpassung für Lateinamerika

Der prognostizierte Klimawandel stellt die lateinamerikanische Wasserwirtschaft vor besondere Herausforderungen. Bildung und Wissenstransfer sind daher wichtige Bausteine, um ein Abhängen dieser Region von globalen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verhindern. Anhand einer bibliometrischen Analyse werden im Rahmen des EU-Projektes WATERMAS Forschungs- und Wissensdefizite mit Beispielen aus Kuba und Ecuador identifiziert. Studenten- und Wissenschaftleraustausche spielen bei der Problemlösung eine entscheidende Rolle.

1 Einleitung

Die Verfügbarkeit ausreichender Wasserressourcen ist für die Wirtschaft und die Lebensqualität in allen Ländern der Welt von grundlegender Bedeutung. Diese erneuerbare Ressource ist jedoch zunehmend durch menschliche Aktivitäten, z. B. Verschmutzung und Übernutzung, beeinträchtigt. Der Klimawandel und die Auswirkungen von Landnutzungsänderungen können die Situation verschärfen, wenn beispielsweise die Ausweitung landwirtschaftlich genutzter Flächen zur Nahrungsmittelerzeugung einer wachsenden Bevölkerung und der damit verbundene steigende Wasserverbrauch mit der Befriedigung wachsender Bedürfnisse einer städtischen Bevölkerung einhergehen [1].Dieser Antagonismus bedarf eines Ausgleichs. Der Ausgleich dieser gegensätzlichen Anforderungen an die Wasserressourcen unter der Ungewissheit künftiger klimatischer Entwicklungen stellt ein Problem für die Zukunft dar, dessen Lösung die Verknüpfung der Wasserbewirtschaftung mit unserem besten wissenschaftlichen Verständnis erfordert [2]. Dieses Problem ist in der gesamten Region Lateinamerika und Karibik (LAC) anzutreffen [3].



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 11 (November 2021)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr. Frido Reinstorf

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