Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für die FGE Schlei/Trave

Für die Flussgebietseinheit Schlei/Trave sind am 22. Dezember 2020 die WRRL-Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für den 3. Bewirtschaftungszeitraum für die Anhörung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt worden. Stellungnahmen sind bis zum 22. Juni 2021 möglich. In den Berichten sind die Belastungen und die Zustandsbewertungen der Gewässer sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung des guten Zustands dokumentiert.

In der FGE Schlei/Trave gibt es insgesamt 351 Oberflächenwasserkörper, davon 272 Fließgewässer, 51 Seen, 27 Küstenwasserkörper und ein Hoheitsgewässer daneben 19 Grundwasserkörper. Davon erreichen nur sechs Oberflächenwasserkörper das Ziel guter ökologischer Zustand oder ökologisches Potenzial. Aufgrund der ubiquitären Schadstoffbelastungen von Quecksilber und Bromierten Diphenylether (BDE) in Biota gibt es in der FGE Schlei/Trave keinen Oberflächenwasserkörper, der den guten chemischen Zustand erreicht. Von den Grundwasserkörpern befinden sich zwei im schlechten chemischen Zustand. Der mengenmäßige Zustand aller Grundwasserkörper in der FGE Schlei/Trave ist als gut zu beurteilen. Hauptursache für die Zielverfehlungen sind diffuse Belastungen aus der Landwirtschaft und hydromorphologische Veränderungen einschließlich der Beeinträchtigungen der Durchgängigkeit.

Ziel der Bewirtschaftungsplanung ist es, dass alle Wasserkörper die Bewirtschaftungsziele erreichen. Angesichts des hohen Anteils von Wasserkörpern, die ihre Ziele noch verfehlen, ist es erforderlich, dass weiterhin Maßnahmen zur Minderung der Belastungen umgesetzt werden. Hierzu wurde eine Vollplanung durchgeführt, die erstmals alle nach gegenwärtigem Erkenntnisstand erforderlichen Maßnahmen zur Zielerreichung enthält. Die Auswahl der Maßnahmen erfolgt auf der Basis einer umfassenden Defizitanalyse entsprechend dem DPSIR-Ansatz. Bei den Oberflächengewässern liegt der Schwerpunkt weiterhin auf Maßnahmen zur Reduzierung hydromorphologischer Belastungen. Hierzu zählen Maßnahmen wie z. B. das Herstellen der Durchgängigkeit an rd. 500 Querbauwerken und wasserbaulichen Anlagen sowie die Verbesserung der Strukturen der Gewässer und ihrer Uferbereiche auf rd. 500 km.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 03 (März 2021)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: M. Sc. Silke Andresen

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